606 VI. Klasse. Fabnkmaschmen.
Von C. Schiele in Manchester waren verschiedene Anwendungen der von ihmangegebenen Antifriktionskurve nebst einem Instrumente zur Herstellung der-selben ausgestellt. Die der Konstruktion dieser Kurve, welche in technischen Zo"schriften vor unlanger Zeit ausführlich behandelt ist, zu Grunde liegende Idee beruhtdarauf, die bei drehenden Bewegungen unter einem Drucke miteinander in Berührungkommenden Flächen in solcher Art zu krümmen, daß die Abnutzung, welche bei ebenenoder konischen Flächen an den Stellen mit größerem Halbmesser bedeutender ist, alsan denen mit kleinerem, an allen einzelnen Flächentheilen gleich groß wird, wa§dann eintritt, wenn die Erzengungslinie für die Berührungsfläche so eingerichtetwird, daß das Produkt aus Achsenabstand und Normaldruck überall gleich groß ist-Die Anwendungen dieses Schieleschen Prinzipes sind außerordentlich mannichfalOg'namentlich macht man von demselben Gebrauch bei Hähnen, Zapfen, Mühlstei-nen u. s- w.
Von P. Nicolas aus Thaun im Departement des Oberrheines war eine mitdem Namen Pantine bezeichnete Gravirmaschine ausgestellt, deren Bestimmungdahin geht, den aus parallelen Schraffirstrichen hergestellten Grund in den z»mZeugdruck bestimmten und bereits mit dem Muster versehenen Walzen herzustellen'es kommen bei derselben 10 parallel zu einander befestigte Gravirstähle gleichzeitigin Wirksamkeit, und je nach der Verbindung der drehenden Bewegung der Wal ^mit der Verschiebung dieser Gravirstähle parallel zur Achse derselben erfolgt die schief-winkelige Lage der eingravirtenVertiefungen, welche jedesmal nur von einer Mustergrenzebis zur nächstfolgenden, aber über die ganze Länge der Walze auf einmal gelegtwerden.
Die Maschine zum Abrichten der Sägeblätter von E. G- TuckermanUin New-Uork bestand aus einem doppelten Fallwerk, dessen eine Seite für lange, düandere für runde Sägeblätter vorgerichtet war.
Die Vorrichtung von Adam Mentchinsky aus dem Gouvernement Kiess >NRußland zum Ausschneiden der Zähne in den für Rübenzuckcrfabriken bestimm-ten Zerkleinerungsmaschinen war sehr einfach und sinnreich hergestellt; sie bestallnämlich aus einer Walze, um welche ein Schraubengang gelegt war; der Anfangdieses Schraubenganges war mit dem zum Einstoßen der Oeffnung zwischen zw^Zähnen bestimmten Stahle versehen, die Fortsetzung desselben diente zur Fortleitnngder zu bearbeitenden Schiene, so daß nach jeder Umdrehung die Walze von neuemeine Oeffnung an der entsprechenden Stelle in die Schiene stoßen konnte.
Von Adrien van Mierlo in Antwerpen war eine Kammschneidmaschiueausgestellt (Preis 150 Frs.), an welcher die zu schneidenden Platten in ein Geste"eingespannt werden, welches durch eine mit der Hand auszuführende Stellung ve^schoben wird; parallel dazu steht eine mit zwei Kreissägen versehene Welle.
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Münzmaschinen.
In der Vertretung der verschiedenen zur Anfertigung der Münze"dienenden Mechanismen gebührt den Deutschen Werkstätten theils wege"Vielseitigkeit der ausgestellten Gegenstände, theils wegen des durch ih^Fabrikate bei der sinnreichen Einrichtung und in jeder Beziehung voll-endeten Ausführung derselben erzielten Erfolges der erste Rang aus derAusstellung.
Es warm nämlich an Deutschen Fabrikaten zwei Walzwerke van Friedrich