Band 
Erster Theil.
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653
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8. 176 . Gegenstände des Wasserbaues. 653

Tert, ein Band Zeichnungen. Die Resultate dieser Versuche haben ein voll-Mndig neues System der Brückenbaukunde herbeigeführt, welches bei den bereits^folgten Bauausführungen der verschiedenen Englischen Eisenbahnen sich anft Vor-teilhafteste bewährt hab

Die im Modell dargestellte Britanniabrücke hat vier Oeffnungen, wovon die"den mittleren je 460 Fuß und die beiden äußeren je 230 Fuß weit gespannt sind;" Höhe der Fahrbahn über denn Fahrwasser beträgt 105 und über dem Ebbespiegcl^ Meeres 126 Fuß. Für jedes Geleise ist eine besondere Röhre von 14 FußUhter Weite angefertigt. Die Höhe der Röhre beträgt in der Mitte 30 Fuß und"" den Landpfeilern 23 Fuß. Der Boden der Röhre besteht aus 6 Fächern oder^llen, die 1 Fuß 0 Zoll im Lichten hoch und 2 Fuß 3 Zoll im Lichten weit sind.

U Decke der Röhre hingegen hat 8 Zellen von 1 Fuß 9 Zoll Höhe und 1 Fuß.^,3oll Weite. Boden und Decke dieser Fächer bestehen aus ^ A Zoll starkenstenblechtafeln. Die Blechtafcln der Seitcnwände der Röhren sind einfach ^ Zoll"ts und 2 Fuß breit. Jede senkrechte Lage besteht abwechselnd aus drei und vier"icke», deren horizontale Fugen mit 6^ Zoll breiten Blechstreifen überdeckt sind,"che letztere durch zwei Reihen Nieten die Verbindung beider Bleche vermitteln.

senkrechten Fugen der Wände sind auf beiden Seiten mit Winkeleisen von derV'°rm überdeckt und zusammen gehalten, weiche wesentlich zur Festigkeit und Stei-gest der Röhren beitragen. Die senkrechten Winkelstücke innerhalb der Röhren"lstn sich nn den Enden oben und unten herum, gehen noch einige Fuß weit auf"s Boden und auf der Decke hin, und sind daselbst angenietet. Anderweite Eck- undgukelstücke dienen zur größer» Steifigkeit. Die Seitcnwände der Fächer, wovonund Decke der Röhre gebildet werden, bestehen aus 12 Fuß langen Blech-"sstn, die an ihren Stößen mittelst 2 Fuß 6 Zoll langer Blechstücke zusammenknietet sind. Alle übrigen Fugen, die dadurch entstehen, daß ein Blech rechtwinkligg die Fläche eines andern stößt, sind nothwendigcrweise mit Winkelstücken von der^ überdeckt und vernietet. In der Nähe der Widerlager und Mittelpfeiler,^ zwar bis zu einer Entfernung von 24 Fnß von denselben, stoßen die Bleche der"tenwände der Röhre nicht unmittelbar aneinander, sondern an einen rechtwinklichgen denselben stoßenden Blechstreifen von 12 Zoll Breite. Die Austage der Röhreg ^n Pfeilern ist an jedem Ende 6 Fuß oder 3 Felder lang, woselbst zur Ver-ging derselben innerlich drei gußeiserne Rahmen und äußerlich gußeiserne Platten"sielst Schrauben und Nieten befestigt sind- Die für ein Geleis eingerichteten viersgren sind der Länge nach so mit einander verbunden, daß die ursprünglichen vierjgren von einem Landpfeiler bis zum andern nur eine einzige Röhre bilden. Die^gbahn im Innern jeder Röhre ist von hölzernen Qnerschwellcn nnd darauf befe-gn Langschwelleu gebildet. Die vier Röhren für die beiden Geleise der beiden"stieren Oeffnungen sind auf einem dazu erbauten Pfahlgerüste gebaut, nachher aus°"tonböten an die Pfeiler gefahren und mittelst Ketten und zweier durch Dampf-maschinen in Bewegung gesetzten hydraulischen Pressen empor gehoben. Jede derg großen Röhren hat ein Gewicht von 1144 Tonnen (1 Tonne --- 2031 Pfund).

" Röhren für die beiden Landöffnungen hingegen von circa 600 Tonnen Gewichtd »n Ort nnd Stelle auf starken Gerüsten zusammengenietet. Die ganze Brückeungefähr 7600 Tonnen Eisen. Zum Bau der 32 Fuß starken MittelpfeilerDiente man sich größtentheils großer Kalksteinblöcke von 7 bis 8 Fuß Länge,

, 4 Fß Höhe nnd Breite; innerhalb der Widerlagöpfeiler sind Sand und Zie-

' steine verwendet.

H Es liegt außer den Grenzen dieses Kreises über die Details dieses riesenhaften"»es ein Mehreres mitzutheilen. Ueber die zum Emporheben der Röhren ange-"deten Maschinen und sonstigen Hülfsmittel müssen wir auf den obigen Bericht,