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VII. Klasse. Bürgerliche Baukunst.
Klasse V. S. 524, Bezug nehmen, und erlaube» wir uns, Diejenigen, die sich I"*dies Bauwerk besonders interessiern, auf das bereits annoncirte Werk des Ingenien^Clark über den Ban der Britanniabrücke aufmerksam zu machen. In der Forstsscheu Allgemeinen Banzeitung, Jahrgang 1848 und 1849 befinden sich bereits Mü-theilungen über dies Bauwerk, von denen die Abhandlung des Herrn StehleSchüler der polytechnischen Schule zu Paris , einen interessanten Auszug aus dc>»Werke: „^n acconnt ok tlm eonstinction vk tlle Lritania null 6onrv»)--T'nbnIawliriÜAos 5/ VV. kairbairn" bildet.
Dem schönen Modell der Britanniabrücke zunächst folgt unstreitig das uttterRr. 105 ausgestellte Modell einer ^ Englischen Meile langen »nd 53 Fuß breiten Kette»'brücke über den Dnicper bei Kiew in Rußland , welche auf Befehl des Kaisers aus-geführt wird. Der Plan ist von dem Englischen Ingenieur C. Vignoles bear-beitet und wird auch von ihm der ganze Bau ausgeführt. Die vier Hanptöffnunge»haben jede 440 Fuß, zwei Scitenöffnuugeu jede 225 Fuß, und eine Oeffnung »»»50 Fuß für eine Drehbrücke zum Durchlässen der Schiffe. Die Ketten von Schnüel-eisen, bei For und Henderson in Birmingham gefertigt, bestehen aus 12 Fuß lange»Gliedern, wovon jedes 4 Centuer wiegt. Das gesammte Gewicht des angewendete»Eisens und der Maschinen betrügt 78,000 Centuer, zu deren Transport von Liverpovbis Odessa Ili Schiffe erforderlich waren. Von hier mußte die ganze Last »oiv400 Englische Meilen bis Kiew mittelst Ochseukarren gefördert werden. Acht uNiss'heure Fangedämme dienten zu den Fundamcntirungen der Pfeiler, 10 Dampf»"''schüren von 4 bis zu 50 Pferdekraft dienten theils znr Bewältigung, des Gn>»^'Wassers, zum Einschlagen der Pfähle, Mörtelmachen re. Die Pfeiler, auf Konkretgegründet, sind von festen Mauersteinen mit Granitbekleidungen in Cement aufgeführtDie Fahrbahn hat eine Breite von 35 Fuß. Die Fußpfade treten außer den Kette»hervor und werden um die Pfeiler herum von Tragsteincn gestützt- Der Bau w»rs»1848 angefangen und ist so weit vorgeschritten, daß die Vollendung im Herbste 18»^erwartet wird. Die kurze Bauzeit ist um so mehr zu bewundern, als die klimatische»Verhältnisse jener Gegend durchschnittlich nur 100 Arbeitstage im Laufe eines Jahr^gestatten.
Zur Förderung des Baues dient eine Znterimsbrücke mit einer Eisenbahn »bodie ganze Breite des Flusses, diese steht durch eine schiefe Ebene mit den Anhöhe»von Kiew in Verbindung, woher die Baumaterialien aus den Depots nach der B»»'stelle geschafft werden. Der ganze Bau wird ungefähr 3 Millionen Thaler koste»'Das Modell hat der natürlichen Größe und ist mit einer wahren Meistersch»"ausgeführt. Das Detail ist so weit geführt, daß sogar die Maschinerie der D^h'brücke im richtigen Maßstabe 1 : 100 dargestellt ist. Das Flußbett wird durch eine»Spiegel ersetzt, der die untere Seite der Brückenbahn rcflektirt. Die Ausführung ^Modells hat 2 Jahre und circa 40,000 Rthlr. gekostet.
Das unter Nr. 9 von Finch und William ausgestellte Modell der eiserne»Brücke, welche die Süd-Wales-Eisenbahn über den Wyefluß führt, nach Brnnc^Entwurf, zeigt eine seltene Zusammenstellung von Hängewerken und Trägern. D"Brücke hat eine Länge von 023 Fuß mit 4 Oeffnungen, davon ist die größte 290 F»»im Lichten weit, für die Schifffährt bestimmt. Die Fahrbahn hängt an einem Güte"werk, dessen Hanptträger zwei cylindrisch geformte Rohren von Eisenblech von rü'"'300 Fuß Länge sind.
Diese Träger finden ihre Unterstützung einerseits auf der Landseite auf mäch^eiserne Portale, andererseits auf eine Subfiruktion von einer Doppelreihe eis"'»''Säulen, worauf sich dieselben Portale, wie auf der Landseite, erhebe». Die Trägeder Bahn für die drei kleinen Oeffnungen von je 100 Fuß Weite, ruhen auf ^fachen eisernen Pfahljochen.