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Neuester Zeit bei uns in diesem Gegenstände geleistet worden ist, so wird man doch^Mer mit regster Aufmerksamkeit die Ausbildung des Pfluges in Großbritannien ^ verfolgen haben.
, Die Ausstellung enthielt ungefähr 6 Dutzend Britischer Pflüge, die sämmtlichw>e gewisse Familienähnlichkeit an sich trugen. Dies ist so zu erklären, daß dieFabrikanten sich beeiferten, diejenige Form nachzuahmen, die einmal erprobt undwipfohlen worden war. Daß es jedoch in den einzelnen Grafschaften an mancherleigangbaren abweichenden Formen nicht fehlt, ist aus Ha nun's Werk bekannt,haben wir z. B. schon in geringer Entfernung von London , in Berkshire, einenl-andpflag mit Radgestell und hohem Galgen angetroffen, wie ihn A. Ransome'^gebildet hat. Die Verfertigung mag hie und da mehr im Kleinen geschehen und^ Schmied, sowie der Landwirth stärker an der alten Gewohnheit festhalten. DieMutige beliebteste Gestaltung des Pfluges scheint aus dem im Jahre 1730 patentir-w Rotherhamer hervorgegangen zu sein, der durch Foljambe unter der LeitungBlythe zu Stande gebracht, später von Small verbessert wurde und dendsailey seinen mathematischen Betrachtungen anpaßte. Bekanntlich wurde auch inlorddeutschland durch unseren großen Meister A. Thaer anfänglich der Pflug von^»>all, späterhin der von Bailey empfahl?» und verbreitet, und der letztere istVVt seitdem in häufigem Gebrauche. Ursprünglich soll jene Gestaltung des Pfluges,Namentlich die schöne Wölbung des Streichbretts, aus den Niederlanden (vermuth-Flandern oder Brabant ) herstammen, indem die Verfcrtiger des RotherhamerMUges sich nach einem von jenem Lande gekommenen Muster richteten, wie diesw>ch London und A. Ransome annehmen. UebrigenS sind fortwährend Ver-eiterungen angebracht worden, und es war viel Nachdenken und Probiren nöthig,es die heutigen vortrefflichen Pflüge zu Stande kamen.
Der in Großbritannien heutiges Tages vorherrschende Pflug ist sorgfältig undwuerhast gearbeitet und ganz von Eisen, oder höchstens mit hölzernem Sterzen undfernem Pflugbaum versehen. Die Gricssäule ist als besonderer Theil gar nicht^vhanden, sondern mit der Sohle, ferner mit der die Laudseite schließenden Plattedem Hinteren Verbindungsstücke zwischen Pflugbaum (Grindel) und Sohle zu°>Nkni einzigen Stück verbunden. Wo dasselbe nicht die ganze Landseite ausfüllt,
^ ist doch nur oben unter dem Grindel eine ausgeschweifte schmale Oeffnung.^wchgeheudS fl„h >mei Sterzen vorhanden, und die Meinungsverschiedenheit, die^ Deutschland über den Nutzen der zweiten Sterze besteht, scheint hier bei der^vbckanntschast mit den Belgischen Pflügen noch nicht aufgekommen zu sein. DieKerzen (Handhaben) sind sehr laug und weit nach hinten ragend, in einer fast^gerechten Lage, so daß der Führer mehrere Schritte hinter dem Körper des Pflu-^ geht. Vermuthlich macht der feste und zweckmäßige Bau desselben die Nähe^ Führers weniger nöthig und die Sterzen dienen als lange Hebel, um mit ge-^flgem Drucke die Schaar aus dem Lande zu bringen, überhaupt aber denselbenAchter „ach jeder Seite hin zu handhaben. Die linke Sterze ist mit dem Grindel^ einer gefälligen krummen Linie verbunden, öfter in den gespaltenen Grindel ein-^"ffen, bisweilen bildet sie auch mit demselben nur ein einziges Stück. Die rechte^vze legt sich an das Streichbrett an, oder geht hinter der Schaar an die Sohle,^ es ist dann zwischen ihr und dem Streichbrett eine eiserne Stange befestigt.Manche Verfertiger lassen jedoch beide Sterzen am Pflugbaum zusammenstoßen. Beisv Länge der Sterzen tritt leicht ein nachtheiliges Schwanken derselben znr Seitewenn sie nicht nach unten hin dicker werden, was bei einigen Pflügen"'"lich der Fall ist.
, Die Schaar stellt ein rechtwinkliges Dreieck nut etwas auswärts gebogener^°»verer) Schneide dar. Das Hintere Ende der Schneide tritt etwas vor das Heft'"d das Streichbrett hinaus und es entsteht hiedurch ein eingeschnittener Winkel,