Band 
Erster Theil.
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730
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730 IX- Klasse. Lanbwirthschastliche Gcräthe.

heißt Bündel), nach welchem bei gleicher Masse des Materials im QuerschnitteRöhren oder Bündel mehr Tragkraft haben als einfache ausgefüllte Stücke. DaöMesser ist in jene Spalte eingesetzt. Ist nur ein einziges Rad angebracht, so hatdasselbe einen sehr geringen Durchmesser und breite Felgen, sind es zwei, so sind ih^Felgen wie bei allen anderen aufgestellten Pflügen auffallend dünn. Der schönePflug V" welcher bei der Königlichen Landwirthschaftsgesellschaft vorzüglichenBeifall fand, hat gegen 3^ Fuß Länge von der Schaarspitze bis znm Sohleneiide,die größte Höhe des Streichbrettes beträgt an ^ Fuß. Er kostet als svviuß-glonßü3 Lstr. 8 Sch., mit einem Rade 3 Lstr. 14 Sch., mit zwei Rädern 4 Lstr. 4 Sch->Pflüge mit Sterzen und Baum von Holz ohne Räder sind schon für 2 Lstr. 13 n»d16 Sch. zu haben, mit 3 Rädern für 3 Lstr. 12 Sch. Der ganz schmiedeeisernePflug L >' 1- ist sogar mit 2 Rädern für 3 Lstr. 5 Sch. zu kaufen und es sind vieleEremplare desselben nach Port Natal und Neuseeland versendet worden, wie vo»den, leichten einfach gebauten V 1i nach Südanstralien, den Vereinigten Staaten undBengalen.

Nr. 106. Ch. Halstcad und Sohne, Chichester, ein sehr wohlgefornsterPflug, Messer nach HensnianS Patenteinrichtnng befestigt.

Frcer, Ilppingham, Rntlandsh., im Katalog nicht zu finden und wahrscheinlichspät nachgeliefert, ist dem vorigen ähnlich. Ganze Länge bis znm Ende des Streichebretts an 4 Fuß, die Schaar nimmt davon Fuß ein. Das Schälmesser nahe vordem Messer, mit einem kleinen nicht gewölbten stark auswärts gewendeten Streichebreite.

Bei einigen Pflügen, z. B. Nr. 55, Abbot von Bidefort, Devonsh., ist hintc>>zwischen den Sterzen ein Rädchen znr Verminderung der Reibung der Sohle ang^bracht. Einiger Nutzen hiervon ist nicht zu bestreitcn, nur steht demselben wiederauf einem etwas feuchten und thonigen oder humosen Boden das Ankleben der E^can das Rad entgegen.

Aus Canada war der Pflug von A. Fleck, Montreal , Nr. 83, zuseht'den guten Englischen ähnlich, ganz von Eisen; ferner der Pflug H n lb er t vonPrcscoll,Nr. 345, ausgezeichnet durch die ungewöhnliche Kürze des eisernen PflngbaNN^-welcher sogleich jenseits des Messers stark nach unten gebogen war und in gering^'Entfernung beim Anspannungsbügel endigte.

') Man verlangt von einen, guten Pfluge, daß er den Erdstrcifen vollkoinM^umlege, ohne ihn zu zerbrechen. Dies ist desto schwerer zu erreichen, je breiter n„ddicker der zu wendende Streifen (kurrarv slieo) sein soll. Es gehört dazu el>nvöllig gleichmäßige Drehung des von der Schaar abgetrennten Erdkörpers, wie vo>"einer Schraube. Bailey (der bestmöglichste Pflng, S. 6) hat Versuche über dühiezn erforderliche Länge des Pfluges angestellt und gefunden, daß sie von t>0Schaarspitze bis an das Ende der Sohle 36, bis an das Ende des Streichbretts54 Zoll betragen müsse. Professor Low (kractioal azric. S. 148) stimmt hier»"überein und erklärt zugleich 16 Zoll für die beste Höhe des Streichbretts. Hlube'(Landwirthschaftslehre, §. 401) nimmt gleichfalls Baileys Erfahrungsregelund will mindestens 14 Zoll Streichbretthöhe. Dagegen hat der Flandrische Pst^'wie man ihn in Hohenheim baut, bis znm Ende des Streichbretts nur36 Zolle. Offenbar kommt es Hiebei auch auf die beabsichtigte Breite und 2-Mdes Pflügens , sowie darauf an, ob der Boden festen Rasen hat, oder schonist. Alsen zeigte, daß ein langgestrecktes Streichbrett besser wendet, ein kurzeden Boden besser zertheilt, zerkrümelt, was sich auf zusammenhängendem Boden uhäufiges Zerbrechen des Erdstreifens darstellen muß. Dies bestätigt die Ansicht fEngländer, denn sie machen an den Pflug nicht die Anforderung, daß er zugletzerkrümle, weil sie dies durch andere Geräthe leichter zu bewirken glauben.