Band 
Erster Theil.
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733
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§. 208 . Benutzung der Dampfmaschinen zum Pflüge«. 733

"»fragende Theil bei einiger Neigung einen Druck nach der Seite ausüben undlugar leicht das Umfallen verursachen werde.

Nr. 28. Henry Lowcock zu Tiverton setzt zwei nach verschiedenen SeitenUmwendende Pflüge in gerader Linie mit den Hintertheilen an einander. Ein schwerju beschreibendes Stück zwischen beiden Streichbrettern ist in wagrechter Richtungdrchbar und wird nach der Vollendung jeder Furche herumgelegt, so daß es jedes-mal den hintersten Theil des arbeitenden Streichbretts bildet und von dem Wider-stände der Erde in der gehörigen Lage festgehalten wird. Dieser Pflug, dem vondulcourt in Frankreich ersonnenen^) ähnlich und in Deutschland schon vor meh-reren Jahren in Dinglers polytechnischem Journal (Band 95, S, 272) beschrieben,braucht vor dem Beginnen der neuen Furche nicht umgekehrt, sondern nur um die^urchenbreite weiter gerückt zu werden. Die Sterzen werden in einem Gewindehrru,»gelegt und der Anspannungsring wird an einer längs der beiden Pflüge hin-zusenden Stange an das andere Ende geschoben. Eine Abänderung werden wirweiter unten in §. 208 anzuführen haben.

Nr. 208. I. Stuart zu Aberdeen . Dieser zum Häufeln dienliche Pflug hatzMei in Angeln bewegliche Streichbretter und kann auch als Wechselpflng gebrauchtwerden, wenn man abwechselnd das eine und andere Streichbrett dicht an dendflugbaum anlegt und das Messer mit einem Keil auf die andere Seite richtet. Dies'«äre bei stark gewölbten Streichbrettern nicht gut ausführbar, weil sich dieselben"scht platt auf der Landscite an den Baum anschließen würden. Stuart macht^shalb die Streichbretter fast geradlinig und senkrecht stehend, nur mit einem nachMnen umgebogenen unteren Rande. Ein gutes Umwenden und eine reine Furchestufen sich hier nicht erwarten. *

Nr. 257. I. Warren zu Heybrigde bei Maldou in Esser vermeidet den eben^wähnten Uebelstand. Sein Pflug hat zwei ganz zweckmäßig gewölbte Strcichbret-str und vorne an der Griessäule eine scharfe Schneide, an welche die Streichbretterstch anlehnen. Als Häufelpflug ist dies Geräth ohne Zweifel empsehleuswerth, als^hrpflug aber hat es den vorhin angedeuteten Grund gegen sich, daß das an die^»dseite angelegte nicht arbeitende Streichbrett mit seinem Ueberhange an das nochMcht abgeschnittene Land anstreifen muß.

Eine Uebersicht der bisherigen Versuche, einen guten Wechselpflug zu Stande bringen, findet man in Rau, Geschichte des Pflugs, S. 83.

I. V. Shelley, der Berichterstatter der Jury über das Probepflügen zudusch, bemerkt ganz kurz, mau habe unter den Wechselpflügen keinen bemerkens-^°rthen gefunden, doch verdiene der von Lowcock, den man aus einer zufälligenUrsache »icht Probiren konnte, genannt zu werden.

3) Valcourt's Pflug ist beschrieben und abgebildet in Rau, Geschichte desWugs, S. 95.

K. 208.

Benutzung der Dampfmaschine zum Pflügen.

Da die Dampfmaschine fortwährend neue Anwendungen zu gewerblichen Zweckenstndet, so liegt der Gedanke ziemlich nahe, sie auch zur Pflugarbeit zu Hülfe zu^hmen. Dies ist jedoch mit großen Schwierigkeiten verbunden. Das Gewicht einer7^°n Maschine gestattet nicht, mit ihr durch die Felder zu fahren, wobei auchT'für gesorgt werde» müßte, daß die Maschine sich auf jeder Stelle des Weges im^°den anstemmt und nicht bei dem Widerstände des Bodens stehen bleibt, weshalb