Band 
Erster Theil.
Seite
735
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§. 209. Deutsche Pflüge. 735

Der Vorschlag C. Bnrcham's (Nr. 3598.), durch ei» Modell versinnlicht,"'"3 seiner Abenteuerlichkeit wegen erwähnt werden. Auf einem langen bedachtenbrüste steht eine Reihe von Arbeitern mit Spaten. Während dieselben graben,^'ird das ganze Gerüst nm einen seiner beiden Endpunkte von einer Dampfmaschine"U Kreise herumgeführt und so ein ganzer Kreis im Felde umgearbeitet, worauf^>ii die Maschine an eine andere Stelle geführt wird.

Hieran reihen wir des Zusammenhanges willen die Erfindung des AmerikanersPinkus zn London , II. St. Nr. 504 und illnstrirter Katalog S. 1465. Auch^ ist neu und kühn genng und offenbar durch die atmosphärische Eisenbahn veran-6 >ßt worden, aber wenn auch die großen Schwierigkeiten der Ausführung beseitigt^'krdeu könnten, was noch sehr zn bezweifeln ist, so wäre wenigstens kein wirth-llhaftlicher Nutzen zu erwarten. 10 Schaaren, die den Boden in einer Breite von^ Zollen bearbeiten, sind in einem auf 4 Rädern ruhenden Gestelle befestigt. DieGlider erhalten ihre Ilmdrehnng durch das Spiel eines Kolbens in einem Cylinder,'"dem die atmosphärische Luft ihren Druck auf die eine Seite des Kolbens ausübt,""s der anderen Seite aber verdünnte Luft sich befindet. Die Räder haben breite^Ugen, nur nicht in den Boden einzuschneiden. Der Cylinder dieser Maschine steht""k einem elastischen Schlauche in Verbindung, der zn einer tief in den Boden ge-igten eisernen Röhre hinführt. Eine stehende Dampfmaschine bewirkt durch dieseRöhren die Verdünnung der Luft in dem Cylinder der fahrbaren Maschine undbringt dieselbe in Bewegung. Es müssen zu diesem Behufe gußeiserne Röhren in^wissen Abständen durch das Land gelegt werden. Alle 150 Dards haben sie^bunten, wo der Schlauch angeschraubt werden kann, der gerade diese Länge hat.

wickelt sich von einer großen Rolle ab und wenn er ganz losgewunden ist, so8 räbt man den nächsten Spunten auf und setzt hier den Schlauch an, so daß dasb"nze Feld umgearbeitet wird. Der Erfinder hat eine große Zeichnung mit einerBeschreibung eingeliefert, auch ein Modell des Schlauches mit dem Rade, nmwelches derselbe gewunden ist. Das stehende Kapital schlägt Pinkus auf 34 Lstr.

den Aere an, die Bodenbearbeitung soll nur 1s der gewöhnlichen Kosten ver-"'fachen!

') In dem Berichte von Ph. Pnsey werden diese Versuche gar nicht er-wähnt.

") Nach neueren Nachrichten (Economist , 29. November 1851) soll die Arbeit"Ut einem IIshersehen Pfluge wirklich gelungen sein, der Boden wurde jedoch nichtFurchen gelegt, sondern wie mit dem Grubber durchwühlt.

§. 209.

Deutsche Pflüge.

Unter den aus Oesterreich gelieferten landwirthschaftlichen Geräthen rührt'' tzrößte Anzahl von Franz Horsky zu Liebiegitz in Böhmen her (Nr. 123).Dahin gehört, was die Pflüge betrifft, der den Engländern bisher noch unbekannt^Uebene Ruchadlo, für 13 Fl. Oest. zu kaufen.

Unter der Ausstellung des Fürsten Ferdinand Lobkowitz von Eisenberg124 ) st) ein Nntcrgrundspflng , nach v. I n seid's Angabe. Preis 7 Fl.

Der Zollverein tritt in diesem Gebiete sehr sparsam auf. Die Fabrik für^Eergeräthe von Sprengel n. Hartmanu zn Regenwalde (Z. B. Nr. 67) sandte^Modelle ein, unter denen der von Schwer; in Hohenheim eingeführte flandrische^6"g (Preis 13Rthlr.), der Sprengelsche Nntergrundspflug (17 Rthlr.), der Wasser-