738 IX. Klaffe. Landwirtschaftliche Gerüche.
Die Niederlande haben nnr einen einzigen Pflug dargeboten, aber eine»guten, der auch eines Preises würdig erachtet wurde. Er ist von W. Jenke» >»Utrecht , Nr. 74, ein Stelzenpslug, dem Schwerzischen ähnlich, mit einem eiserne»Bügel, der die horizontale und vertieale Stellung gestattet, also von einer l»Deutschland wohlbekannten Banart, die keiner weiteren Beschreibung bedarf.
Schweiz . I. Gisin aus Liestall, Nr. 72, ein Wechselpflng nach ähnliche!»Prinzip wie der Englische von Loweock, mit einem beweglichen Mittelstücke, welche^abwechselnd das eine und andere Streichbrett ergänzt. Die Sohlen der beiden »>^dem Rücken an einander gefügten Pflüge stehen nicht in einer und derselben Ebene,sondern machen einen stumpfen Winkel (von 160—105 Grad) mit einander, so daß,während der eine arbeitet, der andere hinten etwas aufwärts steht, ohne den Bode»zu berühren. Ist eine Furche gezogen, so wird dieser müßig mitgefühlte Pflug a»lden Boden gestellt und mittelst einer Drehung nm eine senkrechte Achse der Pflug'bäum sammt Stelzrädchen und Sterzen herumgewcndet. An jeder der beiden Schaare»sitzt ein kleines Messer senkrecht auf. Das Rädchen wird vermöge eines Winkelhebelsund einer Schranbenstange nach Gefallen höher und niedriger gerückt. Dieser Pflugvermeidet manche Mängel anderer Wendepftüge und verdient versucht zu werde»-Der Jllustr. Kat. IV, S. 1721 giebt eine Zeichnung.
') Bei dem von Baron Wertens beschriebenen Probepflügen in Tiptree(Pusey, Rep. S. 5) arbeitete der Pflug von Odenrs am allerleichtesten, so daß erden Bnsby und Howard übertraf. Pusey hält Versuche mit dem Dynamometerbei trockner Witterung nicht für entscheidend.
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Nordamerikanische Pflüge.
Unerwarteter Weise nehmen die aus den Vereinigten Staaten gekommenen Pflulllder Zahl nach die erste Stelle nach den Britischen ein und auch ihre Beschaffenhellmacht sie sehr beachtenswerth. ') Drei Fabriken, N. B. Starbuck von Tro",New-Uork (Nr. 91), A. B. Allen n. Comp. von New-Uork (Nr. 97), Prout»n. Mears von Boston (Nr. 404) haben ganze Reihen von Pflügen gesendet, be>denen allen sogleich die höchst pünktliche Arbeit Vortheilhast ins Auge fällt. D>eeisernen Theile sind fein gegossen, die ebenfalls gußeisernen Streichbretter gut ge-wölbt und an die Griessäule genau anschließend, so daß auf der Landseite e>"scharfer Rücken bis zur Schaarspitze hinabgeht, Pftugbaum und Sterzen bestehen a»sEichenholz. Die rechte Sterze hat von ihrem Befestignugspnnkt aus am Hintere"Ende und auf der inneren Seite des Streichbretts eine starke Krümmung nach auße"'so daß beide Handhaben weiter von einander abstehen, als es gewöhnlich der Fallist. Vermuthlich beabsichtigt man hierdurch das Festhalten durch den Führer zuleichtern. Alle diese Pflüge haben ferner eine starke und einfache Banart, wie ^in einem Lande, wo der Schmied nicht immer so nahe bei der Hand ist, doppellzweckmäßig sein mag. Es sind Schwingpflüge, meistens mit einem Rädchen ">"vorderen Ende des Pflugbaums. Die Befestigung dieses kleinen eisernen RadeSeigenthümlich, die Achse desselben liegt nämlich in 2 parallelen Bogenstücken, ^am Pflugbaum mit ihren Enden befestigt sind, und mit ihren mittleren Theile"unter denselben hinabgehen. Das vordere Ende dieser Bogenstücke geht durch e»>rKlammer und kann in derselben höher und niedriger gerückt werden. Die Be-festigung des Messers geschieht wie bei einigen Englischen Pflügen mit einem starke"viereckigen Rahmen und einer Schraube, aber es ist hier noch eine Verbessern"!!wahrzunehmen, nämlich eine oben auf dem Grindel liegende gereifte Platte« """