758 IX Klasse. Landwirthschastliche Geräthe.
Norfolk ging niait aber des steigende» Lohnes willen großeutheils wieder von ihmab. Indeß konnte es, bei den erwähnten Vortheilen des Dibbelns, nicht fehlen, daßman von Zeit zu Zeit zn demselben zurückkehrte. Sind die Wirkungen desselbennan zn bestimmen und ist der Arbeitsbedarf ebenfalls bekannt, (nach Sinclair fürAcre 1 Mann und 3 Einleger 1 Tag lang), so läßt sich berechnen, bei welchesArbeitslohn und Getraidcpreis das Stecken einträglich wird. In theuren Jahren istdies leicht der Fall, ebenso bet ganz kleinen Landwirthen, die zu einem höchst inten-siven Betriebe Arbeitskräfte genug haben.
In den letzten Jahren hat außer Pabst (Erfahrungen, S. öl) vorzüglichS chönfeldt in Köthe» sich eifrig mit dem Dibbeln beschäftigt und bei Mögest"und Waizcn eine Ersparnug von ^ der Saatmeuge bewirkt, von Lengerke, A»-nalen XIII. 174, XV. 157. Der Franzose Bonafous erdachte schon 1830 einRad mit Pflöcken, um die Löcher schneller zu machen. Der Versuch, das Dibbelndurch Maschinen zu bewerkstelligen, ist aber von England ausgegangen und die ver-schiedenen in der Ausstellung versammelten Erfindungen in diesem Gebiete beweisenden Eifer, mit dem man dieses Ziel verfolgt. Es wäre gewagt, dem Ansspruche derErfahrung vorzugreifen, welche darüber entscheiden muß, welche dieser Maschine"allen Anforderungen am besten entspricht, nach der überraschenden Eigenthümlichkcsides Baues aber ist die von R. H. Nicholls in London (11 lülirabetb streol,löaton sguaro) herrührende (Nr. 20 des Katalogs), die bemerkenswertheste. D>rKörner werden in einen ganz schmalen Kasten gelegt, aus dem sie in kurze Röhre"Herabsinken. So oft die Reihe dieser zapfenförmigen Röhren auf den Boden isi'stoßen wird und Löcher eindrückt, öffnen sich jene und es fallen Körner heraus. Einschwer zn beschreibendes Gestell ist so eingerichtet, daß es, wenn es von dem Arbeitensortgeschoben wird, beinahe wie ein gehender Mensch Schritte macht, wobei die Röh'renreihe abwechselnd sich hebt und wieder auf den Boden niedergedrückt wird. DüAbstände der Körner können beliebig bestimmt werden, die Bewegung ist leicht, dMFüße sind breit, um das Einsinken zu verhindern, und nach der Angabe desnes, der in der Ausstellung häufig und jedesmal mit lebhafter Theilnahme der 3"'schauer das Spiel der Maschine zeigte, soll der Bedarf nur 3 Pecks auf den Ac^oder 0,3 Pr. Scheffel auf den Morgen betragen.
Die Maschinen deö Dr. Newington (Nr. 124 I..), käuflich bei Dnfonk>Harry und Comp. in London (21 kod lnoi> sguare) haben mit der Nicholt^schcn einige Ähnlichkeit, das Herabstoßen auf den Boden geschieht aber von eino"Arbeiter. Es sind mehrere dibble« von verschiedener Größe und Einrichtung zuben, theils auf Rädern, theils zum Tragen durch einen Arbeiter, Imnd-dibblo.patent improved band-rvlieel-dibbte mit 10 Säekästchen und 2 Rädern kostet 8 Lst"'das patent iinpraved band-dibble mit einem einzigen Kasten, in welchem ci>"Anzahl von Saatröhren (dcpomtors) angebracht ist, 3s; Lstr. und mehr nach ^Größe re. Der Mechanismus zum Körnerausfall ist von zweifacher Art. Bei de"einen geht eine messingene Klappe in dem Kästchen hin und her. Zwei Löcher dO"selben nehmen Körner auf, die dann, wenn ein Loch gerade in die Mitte gelangt,eine Röhre hinabgleiten. Bei der andern gehen messingene Stäbe, an denen u"te"ein ganz kleiner Behälter sich befindet, auf und nieder, schöpfen Körner in dstsi"und lassen sie beim Steigen durch ein auf der anderen Seite angebrachtes Lowherabfallen. Zeugnisse von mehreren Landwirthen bekräftigen die Güte dieser 2^schüren. Der Saatbedarf ist gegen Bush. auf den Acre (!z Pr. Scheffel aufMorgen) und die Saaten gedeihen vorzüglich.
Borr anderer Art ist der patentirte Iwrse seod-dibblor von Ch. LampittBanbury, Nr. 130. Es sind mehrere hohle Räder mit runden Zapfen an ihremkreise, um Löcher zu machen; hinter jedem Zapfen ist im Rade eine Ocffnung,wenn jener in den Boden gedrungen ist, Körner herausfallen läßt. Trichter sind