Band 
Erster Theil.
Seite
760
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760 H Klasse. Lanbwi'rthschaftllche Geräthe.

von 6 Fuß Länge und 1 Fuß Breite führen, wobei die Bewegung und das Fort-rücken von einem Mann mit einer Kurbel bewirkt werden soll.

Mackay von Swansea (Nr. 81) bringt 2 Sensenklingen au einer senkrechte«Drehungsachse an; Will. Trotter, Stockssield bei Gateshead , (Nr. 145) sogar 4sich drehende Klingen an zwei verschiedenen Achsen.

Fairleß von Corbridge bei Herham (Nr. 155) läßt von einer sich drehende«wagercchten Scheibe 8 gebogene Messer wie Tangenten ausgehen. Mich. Minderin London (Nr. 190) stellt zwei runde Scheiben mit schneidendem Rande nebenein-ander und fügt jeder ein blechernes gerundetes Gehäuse bei, an welches die Halmesich anlehnen. Blaikie ans Glasgow endlich (Nr. 89 I.) fugt zwei Messer untereinem spitzen Winkel zusammen und läßt sie, die Spitze voraus, im Felde vorwärts-bringen; dies Mittel läßt am allerwenigsten einen Erfolg erwarten.

Die unter Garrett's Aufstellung (Nr. 142) mit Nr. 22 bezeichnete Mähenia-schine ist von demselben nicht erfunden, wie sich sogleich aus dem Folgenden erge-ben wird.

Nordamerika hat in diesem Theile der landwirthschaftlicheu Mechanik eine«glänzenden Sieg gefeiert nnd einen Beweis jenes praktischen Talentes gegeben,welches der Germanische Geist in der höchst günstigen Produktivns- und Erwerbsge-legenheit eines an Hülfsqnellen überaus reichen Gebietes hervortreibt.

Die Schneide- oder Mähemaschine (reaper) von C. H. Mac Cormick ausChicago, Illinois , Nr. 73, hat vielleicht unter allen landwirthschastlichen Geräthe«das größte Aufsehen gemacht, auch sind, nachdem sie sich gut bewährt hat, bereitsmehrere hundert Eremplare für das nächste Jähr allein von Englischen Landwirthe»bestellt worden.

Der erste Versuch auf den: Gute von Mechi siel zwar gut aus, wurde aber nichtfür ganz entscheidend gehalten, weil der Waizen nicht ganz reif gewesen war; bahr«'veranstaltete die Jury der IX. Klaffe eine zweite Probe auf dem Landgute von Ph>Pnsey, und nach der bekannt gewordenen schriftlichen Erklärung desselben spräche«sich die 3 dazu abgeordneten Mitglieder, Pnsey, Miles und Hlubeck aus Gratzeinstimmig dahin aus, daß der Erfolg der Maschine vollkommen war, daß ihre Lei-stung nichts vermissen ließ, nnd daß sie mithin die große Medaille verdiene, die ihrauch wirklich zu Theil geworden ist. Zwei Pferde zogen sie, ein Mann saß als Füh-rer ans der Maschine, ein zweiter handhabte den Rechen, man führte die Maschinerund um das Waizenseld, bis man in der Mitte zu Ende kam, und es zeigte sich,daß in 10 Stunden 15 Acres geschnitten werden können. Die Kostenersparniß hier-bei ist 4 Lstr. 7^ Sch.; das Schneiden und Binden kostet nämlich mit der Maschineauf den 15 Acres 2 Lstr. 7^ Sch., mit Schnittern 6 Lstr. 15 Sch. Es bleibt nu«immer noch übrig, die Bedingungen der Anwendbarkeit näher zu erforschen, z. B. Z«versuchen, ob auch minder starke Halme, als sie der Waizen hier hat, und andereFruchtarten geschnitten werden können. Mechi äußerte in einer Zeitung nach dei«auf seiner Besitzung angestellten Versuch, daß seines Erachtens die Maschine in ein««Tage 10 bis 16 AcreS schneiden könne, daß sie aber (was ohnehin zu vermuthen ist),bei schmalen Beeten nicht zu brauchen sei nnd liegendes Getraide nur dann schneide,wenn dasselbe gegen die Maschine hin gelagert ist.

Die Maschine ist sehr groß. Ein starkes Balkengestell mit Rädern wird vo«Pferden gezogen. Von demselben geht zur Seite eine bretterne mit Blech beschlagr«rhorizontale Tafel ans, die am anderen Ende ebenfalls ein Rad hat. Am vordere»Rande der Tafel befindet sich eine Anzahl lanzett- oder pfeilförmiger Eisen, welchezwischen die Halme vordringen, dieselben theilen und zwischen sich nehmen. Hinter'den Pfeilen, dicht an der Tafel, geht eine fein gesägte Schneide hin und her undzerschneide^ die zwischen je 2 Pfeilen eingeklemmten Halme, die dann auf die Tafetfallen. Von den Zähnen der Säge sind abwechselnd immer vier links, die vier