Band 
Erster Theil.
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763
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8. 222. Maschinen zum Hemnachen und Rechen.

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K. 222.

Maschinen zum Hemnachen und Rechen.

Robert Salmvn von Wob»m nahm 1816 ein Patent aus eine neu erfundeneMaschine zum Streuen und Breiten des Heues (Heuwender). Dieselbe hat sich inder Hauptsache erhalten, ist jedoch in manchen Punkten vervollkommnet worden und>»ird mehreren Englischen Fabrikanten zur Schau gestellt. Daß sie sich alslehr nützlich bewährt hat, wird schon von Allen Ransomes mit Nachdruck ver-sichert und ist als unzweifelhaft anzusehen. Die ursprüngliche Salmonschc Ma-schine trifft man in dem genannten Buche Ransomes und bei Hamm abgebildet,Dieser giebt auch einige Zeichnungen neuerer Einrichtungen.

Das Preisgericht hat dem Im^-maleer von Smith und Comp. von Stamford in Lincolnshire , Nr. 234, den Vorzug durch Ertheiln»;; der Prcismedaille gegeben.An einer Achse sind durch Radien 2 eiserne Achtecke und auf diesen ebensoviel derAchse parallele und mit ihr sich drehende, mit gekrümmten eisernen Zähnen ver-schenk Rechen befestigt. Jeder derselben besteht aber eigentlich aus zwei derschngc nach in der Mitte abgesetzten Leisten, jede mit 5 Zähnen. Die Umdrehungerfolgt von den beiden Rädern aus durch Zahnräder, die eine beliebige Geschwindig-skit zu geben gestatten. Ist diese groß, so wird das Gras von den Zähnen in die^uft geschleudert und also stark durcheinander gerührt; bei langsamerer Bewegung"folgt mehr ein Zusammenstreiscn in Reihen, sowie ein Rechen nähe am Bodenvorübergeht. Die Zähne, die in der Richtung von Halbmessern stehen, können mitden Leisten umgelegt werden, damit sie gar nichts fasten; eine Stahlfeder drücktiedoch den Rechen in seine regelmäßige Lage. Ein starker Widerstand, z. B. einStein, eine Erhöhung im Rasen w., kaun den Widerstand der Feder überwindenund den Rechen umlegen. Zum Ziehen ist ein Pferd erforderlich; ein Mann reichtiur Besorgung hin und kann die Bewegungen des Rechens mit Leichtigkeit leiten.Auf diese Weise soll die Arbeit von 20 Handarbeitern verrichtet werden. Der Ver-l"tigcr legt besondern Werth daraus, daß er neuerlich die Räder von Schmiedeisen""acht, wodurch am Gewicht der Maschine 4 Stein (56 Pfd.) erspart werden und'Or Haltbarkeit viel gewonnen wird. Preis 14 Lstr. 14 Seh. oder l2 Lstr., je nach-denl die Vorrichtung vorhanden ist oder fehlt, daß man die Umdrehung augenblicklichdie entgegengesetzte Richtung umändern kann.

Ganz ähnliche Heuwender werden um gleichen Preis von 14 Lstr. 14 Sch. vonM. Wcdlake und von Beirrest, für 15 Lstr. 15 Sch. von Ransomes angeboten.

Auch die Rechen für Heu, Gctraibe, Stoppeln sind, wie die vorigeGattung, allein von Britischen Fabrikanten vorgelegt worden. Auf weiten Wiesen-^äche», zumal wenn Regen oder gar Ueberschwemmung droht, ist es viel werth, dasHeu rasch zusammen zu bringe», um es unverzüglich heimfahren zu können. Daher^"d schon längst einfache aufrechtstchende hölzerne Gitter, mit zwei Gelenken, alsoWs drei Theilen bestehend, in Anwendnng gebracht worden. An die Stelle dieserUhr unvollkommenen Vorrichtung tritt nun der künstliche Hcurechen, den wir vonMehreren Ausstellern eingebracht sehen. Im Wesentlichen ist er überall derselbe: eineAnzahl großer, zugespitzter gekrümmter Eisen, die das Heu vor sich her schieben, in"Neu, eisernen Gestell mit 2 Rädern. Der große wird Pferderechen (Iwrso ruße)benannt; es giebt auch kleine, die von einem Arbeiter bewegt werden. Die nämlicheVorrichu,ng dient auch, die zurückgebliebenen Aehrcn im Felde zu sammeln, die Stop-pn znsammenzurcchen, das Moos im Graslande, die Quecken im Felde zu zerreißen,^ Saat einzueggen n. dergl. Zu den neueren Verbesserungen gehört, daß jede Zackeeinem Widerstände leicht in die Höhe gehen kann, indem jede sich selbstständig