764 H Klasse. Landwlrthschastliche Geräthe.
um die gemeinschaftliche Achse zn drehen vermag und ihre Krümmung erst horizontalnach hinten und dann erst abwärts gehend ist, ferner daß der Führer mit einemDruck auf einen Hebel sämmtliche Zacken emporheben kann, wenn der Rechen sichdergestalt mit Hen gefüllt hat, daß man dasselbe niederfallen lasten muß, oder wenner auf einen Weg, einen Graben, einen kleinen Dann» u. dgl. stößt. Dieser Zweckwird durch verschiedene Mittel erreicht, die ohne Zeichnung nicht deutlich zu mache»sein würden. Das Preisgericht hat die beiden -Rechen von Smith und CoinP-und Howard ausgezeichnet, jener mit 27, dieser mit 24 spitzigen Bogenstückcn. Derletztere scheint uns in Bezng auf die erwähnte Hebelvorrichtung einfacher und vor-züglicher zu sein, er kostet 7 Lstr., der von Smith 6^ Lstr. Jeder von beiden wird aufzwei hohen Rädern bewegt. Hensman hat bei seinem Rechen dafür gesorgt, daß dieZähne auf unebenem Boden auf der einen Seite etwas höher gerichtet werden können.
K. 223.
Dreschmaschinen im Allgemeinen.
Die Dreschmaschinen nehmen unter den mechanischen Hülfs-mitteln der Landwirthschaft eine der wichtigsten Stellen ein und sindbekanntlich in Großbritannien in allgemeinem Gebrauche, auch beweisendie vielen ausgestellten Ercmplare, wie großen Eifer man auf ihre fort-gesetzte Verbesserung richtet. Die Vortheile, die man von der Dresch-maschine erwarten kann, sind mannigfaltig. Die große Zeitersparung,die es möglich macht, weit eher nach der Erndte das Getraide zuMarkt zu bringen und von günstigen Preisen Nutzen zu ziehen, wo-durch zugleich der Theurung Einhalt gethan wird, — die in schwach-bevölkerten Gegenden sehr schätzbare Möglichkeit, mit einer viel geringernZahl von Hülfsarbeitern auszureichen, — die große Erleichterung derAufsicht und die stärkere Sicherheit vor Veruntreuungen durch dieDrescher, diese nützlichen Wirkungen der Dreschmaschinen sind so ein-leuchtend und unzweifelhaft, daß sie keiner weiteren Erklärung bedürfen.Zwei andere vorzüglich entscheidende Punkte sind der Mehrertrag anKörnern und die geringeren Kosten. Was das erstere betrifft, so wirdes als feststehende Thatsache angenommen, daß die Maschine vollkom-men rein ausdrischt. Wie viel dagegen die' Drescher mit dem Flegelnoch Körner in den Aehren lassen, darüber kann es keine allgemeineRegel geben. Der Unterschied wird sowohl in Frankreich als vonEnglischen Landwirthen auf 5 Prozent angeschlagen. Rob. Hunt inseinem llaudboolr kor tlle oklicial catsIoZues (I. 191) erklärt diese Zahlfür „allgemein anerkannt", universal!/ aümittech und berechnet hierausallein für Großbritannien einen Gewinn von l-'z Million Quartersoder 3 Mill. Lstr. jährlich. Hamm bemerkt, daß nach der neuerenVerbesserung der Dreschmaschinen manche Engländer sogar 8 Prozentrechnen. Erfahrungen in Steiermark zeigen bei Waizen 7 Proz. Meh^ertrag (Hlubeck, Landw. 8 . 739). In Belgien nimmt man nach derAngabe eines wohlunterichteten Maschinenfabrikanten 5 bis 7 Proz. an.Die ungleiche Sorgfalt der Arbeiter und die bessere oder nachlässiger''-'