§. 224. Bauart der Dreschmaschine». 77Z
die Stäbe des Mantels haben rundliche Zacke», was man als nützlich erkannt hat.Diese Maschine wird vorn Verfertiger Vanclvlee bauet trasbiug macliine genannt,weil die alten gefalteten Halskragen, die Van Dyks, in ihrem Umriß ebenfallseine solche Wellenlinie zeigen. Mittlere Leistung 6 Quarter Getraide täglich (10 Std.).Preis t 3z Lstr. für drei Kurbelarbeiter, 13 Lstr. für zwei. Bein, Versenden in dieFerne könnte wohl das tischartige Holzgestell zum Auflegen wegbleiben, weil dasselbeüberall leicht nachzumachen ist.
Barrett's Handdreschmaschine streitet mit der Hensmanschcn um den Vor-zug. Sie ist wie diese klein, natürlich ohne Schüttler, und kostet nach der neuerenverbesserten Einrichtung 18 oder 16 Lstr., je nachdem die Trommel 16 oder 18 Zollwißt. Nach der älteren Einrichtung, mit hölzernem Gestell und gußeisernem Man-tel, sind die Kosten nur 12 und 13 Lstr-, und von dieser Art sollen zwischen 3000und 3000 Eremplare in den letzten 7 Jahren abgesetzt worden sein; die neuere Bau-art ist aber jetzt die herrschende, und es gehen fortwährend Bestellungen aus denEnglischen Kolonien ein. Es gehören ini Ganzen fünf Menschen zu ihrer Besorgung.Die Leistung von 1600 Kilogr. Walzen täglich kommt mit der Lei Hensmau ange-gebenen ziemlich übereil,.
Aus Frankreich stammt die Maschine von V. Mittelette von Soiffons(Nr. 166,); sie zeichnet sich durch ihre Kleinheit und Einfachheit aus; eine hölzerneTrommel, Schlagleisten mit Eisen beschlagen, ein Mantel aus hölzernen Stäben,Zwei Zuführungswalzen und ein Auflegebrett. Die Bewegung muß leicht von Hand-arbeitern bewirkt werden können und der Preis der Maschine gering sein.
Nordamerika . Allen (Nr. 97) giebt seiner Trommel statt der durch dieganze Länge laufenden Schlagleisten eiserne, oben ein wenig hakenartig gebogenePflöcke. Die Erfahrung muß über den Werth dieser Neuerung entscheiden, bei wel-cher die Schläge minder heftig, aber vielfacher sein müssen. Das Schütteln desStrohes wird von einem hin und her gezogenen durchlöcherten hölzernen Lager be-wirkt. Preis in New-Dort 35 Dollars.
Als Anhang zu den Dreschmaschinen mag die Entkörnung des Mais ihreStelle finden, die begreiflich für Großbritannien keine Wichtigkeit hat. Die Maschinevon Mariot ist schon ziemlich verbreitet, es tritt ihr aber hier eine Nebenbuhleringegenüber aus Nordamerika , von den, oft genannten Allen. Die Kolben werdenoben eingeworfen- Ein konisches Rad mit Reifen der Länge nach, die im Durch-schnitt Sägezähne darstellen, steht nahe an einer senkrechten Scheibe, die auf ihrerKreisfläche viele Wagerechte eiserne Zacken hat. Ein Brett hält die Kolben zwischendiese» beiden sich drehenden Theilen fest und so werden die Körner ausgerieben. DiePf-ischine scheint empfehlenswerth.
') Man vergl. Reynier, Leon. xusiligiiv et rurai« ües LZ/i,t. S. 332auch bei Damance, Landw. der alten Völker, S. 25.
2) Pusey (Reh. S. 41) legt Gewicht auf die 1849 Von dem IngenieurÄinos gemachte Wahrnehmung, daß die gewöhnliche von 4 Pferden zu bewegendeDreschniaschine, wenn man sie leer gehen ließ, 3 Pferde erforderte. Er schließt dar-aus, die Leistung (<Iut^) dieser Maschine sei nur 25 Prozent, und sie verursachealso eine große Krastverschwendnng. Ohne zu bezweifeln, daß dieselbe noch ansehn-licher Verbesserungen fähig und bedürftig sei, können wir doch den aus dem Kraft-bedarf der leeren Maschine abgeleiteten Schluß nicht anerkennen. Der zu überwin-dende Widerstand rührt größtentheils nicht von der Masse der auszudreschenden Halmei^r, sondern von der mit großer Schnelligkeit umzudrehenden Trommel, also vonderen Gewicht und der zu bewältigenden Reibung. Es läßt sich berechnen, daß ini°der Sekunde gegen iz Pf. Halme eingeworfen werden, deren Entkörnung undFvrtschassung, wenn die Trommel einmal im Laufe ist, wenig weiteren Kraftaufwand