780 H Klasse. Lanbwirthschaftlrche Geräthe.
Der Urheber ist John Gillet von Brailcs bei Shipstou on Stonr, Nr. 38, sieheJllustr. Kat. S. 362. Zwei gereifte Walzen ziehen das Stroh herein, ihr Spielruht aber jedesmal in, Augenblick des Schneidens. Eine große Maschine, für Dampf-oder Pserdekraft, kostet 10^ bis 12< Lstr. und schneidet nach der Angabe des Aus-stellers stündlich 200 Bush. oder 25 Quarter Häcksel, eine kleine mit einer Kurbelliefert 30 Bush. (3^ Qu.) und kostet 5 Lst. 5 Sch. 0 Die Kurbel ist mit einemgroßen Schwungrads verbunden. Diese Maschine empfiehlt sich beim ersten Anblicksehr durch ihre Einfachheit und durch das doppelte Arbeiten des von einer Kurbel-stange bewegten Messers. Bei genauerer Erwägung machen sich jedoch Bedenkengeltend, die hauptsächlich auf den Mangel au Zug und auf die Uugleichförmigkeitder Knrbelbewegniig in Vergleich mit dem stetigen Umlaufe der Messer bei den zweivorhergehenden Gattungen gegründet sind.
Zollverein , vr. Stolle in Berlin stellt unter Nr. 65 (Nr. 114 des Zoll-vereinskatalogs) eine neue Erfindung auf, welche einer vierten Klasse von Häcksel-schneidern angehört, nämlich eine Walze, in welcher wie bei der Holländerwalze ineiner Papiermühle der Länge nach viele Messer (36) mit dem Rücken eingelassensind, die bei der Umdrehung der Walze gegen einen anderen Cylinder aus vulkani-sirtem, d. h. mit Schwefel versetztem Kautschuk schneide». Da diese Masse elastischist, so werden die stählernen Messer sehr geschont und bedürfen selten des Schleifendschneiden auch vollständiger; die Bewegung ist leicht, die Maschine nimmt überdiesnur wenig Raum ein. Der Erfinder hat in England und Frankreich Patente ge-nommen und läßt seine Maschine bei dem Mechaniker Thiele in Berlin fertige».Es ist die Besorgniß rege geworden, daß diese Messer, wie bei dem ganz ähnliche»kanadischen Häckselschneider, bei dem sie mir gegen eine hölzerne Walze anstoße»,weniger eigentlich schneiden, als vielmehr die . Halme abdrücken und daherviel Kraft erfordern. Die Erfahrung wird zeigen, ob die Beifügung einer elastische»Walze diese Unvollkommenheit beseitigt; die mitgetheilten Zeugnisse lauten günstigund besagen aus halbjähriger Erfahrung, daß ein starker Mann 2 Centner stündlichschneiden kann. Preis 55 Rthlr.
Die vielen Oedungen, die man selbst in der Nähe von London sieht, und dieihrer Eigenschaft als Gemeindegut (common) wegen noch nicht angebaut oder alsWeiden verbessert werden konnten, sind großentheils mit Stechginster, gorsr,nlex ruropaous, bewachsen, der sich auch an den Abhängen neben den Eisenbahneneingesunden hat. Dies erklärt das Vorhandensein mehrerer Maschinen, um diesePflanze zwischen Zackcnwalzcn zu zerreißen oder auch zu schneiden, damit sie z»rFütterung tauglich werde (garse bruisors anet cutters). Ch. Burrell (Nr. 37)läßt den Ginster erst' zu Häcksel schneiden und dann zwischen 2 Walzen mitstarkem Drucke pressen. Er hat für seine Maschine, die er für Pferde- oder Dampf-kraft eingerichtet um 27^ Lstr. verkauft, die Preismedaille erhalte». Er bemerkt,daß in Norfolk noch taufende von Aeres Landes ganz öde lägen, die wenigstensStechginster tragen könnten. Man rühmt die Nahrhaftigkeit dieser Pflanze für Milch-kühe und es entsteht hierbei die Frage, ob nicht auch bei uns manche bisher unbenutztewildwachsende Pflanzen durch ähnliche Behandlung genießbar gemacht werden könnten.
') In dem Berzeichniß der bei Th. Walley zu Liverpool feil stehenden land-wirthschaftlichen Geräthe ist die Leistung der großen Gilletschen Gnillotin-Maschüwnur zu 100 Bush. stündlich, der kleinen dagegen zu 50 Bush. angegeben.
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Wurzelschneidemaschinen, turm'p outteis, u. Wurzelwaschgefäße-
Unter dem Namen turnst, faßt der Engländer bekanntlich zwei Gewächse zu-sammen, deren Eigenschaften so verschieden sind, daß die Allgemeinheit jenes Aus-