§. 228. Wiirzelschneidernaschmen und Wurzelwaschgefäße. 781
Zuckes manche Mißverständnisse nach sich zieht nnd besonders den Ausländer leicht^re leitet. Unsere Weiße Rübe wird als eommau oder auch rvtiito turnip, unsere^ieckrnbe, Dorsche, Schwedische oder Erdkohlrübe, Rotabaga (brassica nagus) als^'eüisl, turnip ausgeführt'), wozu noch die Runkelrübe als Mangel- oder Mangold-Wurzel sich gesellt. Die Erdkohlrübe muß nothwendig gestampft oder geschnittenwerden, bei der weißen Rübe ist dies wenigstens von großem Nutzen und es wird^sichert, daß zu Ende des Winters ein mit geschnittenen turnchs gefüttertes Lamm^ Sch. mehr werth ist, als wenn es mit ganzen Rüben genährt wäre.
Wie wichtig für große Landgüter mit starker Wurzclfütternng eine gute Schneide-maschine sei, dies bedarf keiner Ausführung.
Unter den in Großbritannien verfertigten Maschinen zeichnet sich vorzüglichö'e von B. Samnelson znBanbury (Nr. 185) vorgeführte aus, welcher Gard-Uer's Erfindung zu Grunde liegt. Siehst sich vortrefflich bewährt nnd schon ziemlichEgemeine Anerkennung bei den Englischen Landwirthen gesunde», ist auch der Preis-Medaille gewnrdiget worden ^).
Es ist ein eiserner Cylinder, der sich unter nnd in den, Rube-isasten umdrehtu»d dabei die Rüben mit seinen Schneiden zertheilt. Für das Rindvieh ist es hin-reichend, die Wurzeln horizontal zu durchschneiden, so daß breite dünne Stücke ent-stehen, während für Schaase kleinere schmale Stücke besser sind. Daher hat manCylinder die Einrichtung gegeben, daß er, »ach der einen Seite gedreht, größere,'Mch der anderen aber lange prismatische Stücke schneidet. Letztere, im DurchschnittMadratisch, bilden sich durch stufenförmig übereinander stehende Mcsserquadrate amZylinder. Dieser geht so dicht an den Ausschnitten des Kastens vorbei, daß kein"»zerschnittenes Stück hindurch schlüpfen nnd nur das zwischen den Messern befind-liche nuten herausfallen kann. Das Schleifen dieser Messer mag beschwerlich sein,s°ll aber wegen der Dünne der Stahlplatten, aus denen sie bestehen, kaum nöthig'"erden. Der Aussteller hat neuerlich eine Verbesserung vorgenommen, so daß auchletzte Stück noch zerschnitten wird. Man versichert, daß allein im Jahre2700 solche Cylinder verkauft worden seien. Man liefert auch Cylinder,nur für die eine oder andere Gattung von Thieren schneiden. Diese vortrefflicheMaschine wird ohne Zweifel bald auch in anderen Ländern Eingang finden. Zubeiden Arten des Schnitts eingerichtet, kostet sie mit eisernem Gestelle 6 Lstr., mitfernem 5-^ Lstr.
Die Wnrzelschneidemaschine von M. Wcdlake (Nr. 127) ist nnr wenig"^weichend. Statt der Messerquadrate in Stufen hat sie auf dem Cylinder zweißerade Schneiden, die in der Mitte unter einem spitzen Winkel zusammenstoßen,"nd vor demselben viele ganz kurze Messer kn der Richtung der Kreisrundnng.Preis sz Lstr.
Eine zweite, ganz neue Einrichtung, die nächst der Samuelson'schen große Be-achtung gefunden nnd eine Preismedaille erlangt hat, rührt von Burgeß n. KeyM London her (Nr. 237, vorher Key n. Mitchell, wie noch im Jllustr. Katalogesteht, wo S. 3»2 eine Abbildung anzutreffen ist). Der viereckige Kasten zur Anf-Mlhme der Wurzeln wird der Quere nach von zwei senkrechten Scheidewänden in^ Abschnitte getheilt. Unter ihn, geht vermittelst einer Kurbelstange ein eiserner^uhm mit Messern in horizontaler Richtung hin nnd her. Die senkrecht auf dem^ahm stehenden Messer gleiten durch Spalten der erwähnten Scheidewände undbunden die Rüben, deren Stücke dann zwischen den Stäben des Rahmes durch-^llen. Die Größe der Stücke kann nach Belieben eingerichtet werden; entweder"leiten blos einfache Hobel, welche durch die ganze Breite schneiden, oder es Le-iden sich vor ihnen noch kleine Messer der Länge nach, so daß Würfel entstehen,hat es in seiner Gewalt, mehr oder weniger Messer aufzusetzen und dadurch
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