Band 
Erster Theil.
Seite
785
JPEG-Download
 

§. 230. Geräthe zum Drainiren. 785

ist daher wichtig, die besten Arten derselben zu kennen. Auch das Reinigen desThons, indem derselbe durch eine Art Rost oder Gitter (screen) gepreßt wird, ge-schieht durch Maschinen.

Eine sehr gute Maschine ist von John Whitehead zu Presto», Nr. 839.Sie kann auf vier Rädern leicht fortgebracht werden. Der viereckige Thonbehälter,d>e Vorrichtung zum Festhalten des zugemachten Deckels und überhaupt alle Theilestnd sehr stark und gut gearbeitet. In die Seitenwand können ausgeschnittene Stückeverschiedener Art eingesetzt werden, um Röhren von beliebiger Größe und Form zuerhalten. Die gepreßten Röhren legen sich auf eine Tafel, die aus hölzernen Walzenbesteht, damit das Hingleite» leicht erfolge, und werden durch Drahte in Stücke voybestimmter Länge zerschnitten. Man kann ihnen bis 87 Zoll Länge und 1 bis 48oder selbst 15 Zoll Durchmesser geben. Preis, ohne die verschiedenen Einsatzstücke,

und 81 Lstr. nach der Größe. Die doppelt wirkende Maschine hat zwei Thon-kästen, deren jeder Ij; Centner Thon faßt und also 90 l^zöllige Röhren bei einereinzigen Füllung liefert. Der Kolben preßt abwechselnd auf der einen und der an-deren Seite, wie er hin und her geht; während er nach links fortrückt, hat man3eit, den Thonbehälter der rechten Seite neu zu füllen, und so wird die Leistungsehr verstärkt. Bei der Versammlung in Ereter machte diese Maschine mit zweiMännern und zwei Knaben in 10 Minuten 784 2zöllige Röhren. Preis mit zweiTischen, ohne die Einsätze, 30 Lstr. 18 Sch. Die Vorzüglichkeit dieser Maschinen istvielfältig erprobt und wurde auch von dem Preisgericht der IX. Klaffe anerkannt;s^ erschienen uns und vielen Besuchern als die besten. Eine Abbildung findet manin dem vorhin genannten Buche von Krönter.

Bei Henry Clayton von London , Nr. 47, ist der Thonbehälter ein senkrechterCylinder, in welchem der Kolben auf und nieder geht. Größere Röhren werden senk-recht herausgepreßt, kleinere aber wagerecht auf einem angesetzten Tische vermittelsteines unter dem Cylinder befestigten Kastens, der die Formplatten seitwärts hat.Man sollte glauben, daß dies Pressen mit einem rechtwinklig gegen die Richtung derneuen Röhren wirkenden Druck weder so leicht gehe, noch auch so gute derbe Röhrengebe, und beim senkrechten Pressen ist das Abnehmen umständlicher; doch wird dieseMaschine auch gerühmt und sie hat ebenfalls einen Preis erhalten. Es sind zweibewegliche Preßcylinder vorhanden, so daß der eine gefüllt wird, während der anderearbeitet. Beide können leicht mit einander vertauscht werden. Schon die Abbildung beiKreuter, S. 804, zeigt, daß diese Maschine zusammengesetzter ist, als die White-headsche. Ihr Preis ist jedoch nicht höher.

Die dritte der von dem Preisgerichte ausgezeichneten Maschinen ist von Th.Scragg in Tarporley, Cheshire , Nr. 888. Sie ist gleichfalls doppelt wirkend undwie die erstgenannte wagerecht pressend, unterscheidet sich aber hauptsächlich dadurch,baß sie statt der Zahnstange eine um die Welle gewickelte, in Zapfen derselben ein-greifende Kette hat. Die mit dieser Maschine bei den Versuchen gefertigten RöhrenWaren unübertrefflich. Preis 30 Lstr.

Die schraubenförmige Preßmaschine von Randell und Saunders zu Bath,Rr. izg, stand im Saale der arbeitenden Maschinen. Es gereicht zu ihrerCmpfehlung, daß sie ununterbrochen arbeitet, indem stets neuer Thon in die Oeffnunggeschlagen wird, den zwei in einem Winkel gegeneinander auf einer Achse sitzendeSchranbengänge forttreiben. Er soll durch diese Bewegung zugleich geknetet werden.Das Abschneiden der Röhren in Stücke von beliebiger Länge geschieht ohne Zuthundes Arbeiters von der Maschine selbst, denn es wird beim Fvrtgleiten der fertigenRöhren ein Hammer gehoben, dessen Fall den schneidenden Draht in Bewegung setzt.Die Einrichtung der ganzen Maschine ist sinnreich, allein sie erfordert wegen derstarken Reibung der Thonmasse auf die Schraubensiächen viele Kraft, und ist also"ur mit Hülfe einer Dampfmaschine oder eines Wasserrades zu gebrauchen. Mit

I. 50