§. 238. Meteorologische Instrumente. 803
angewendet. Eine Metallröhre, mehrmals zusanmiengewunden, ist mit Alkohol oderAether gefüllt; letztere trachten, bei ihrer Ausdehnung, die Windungen aufzuwickeln.Faströ (Paris ) Gefäß- und Heberbarometer zum Hohen«,essen, mit zusammenleg-barem Stativ aus Messing konstrnirt- Desbordes (Paris ) Manometer. Galy-Cazalat (desgl.) Manometer für Dampferzeuger in bekannter, durch die tech-nischen Zeitschriften veröffentlich» Konstruktion, (vullotiu äe I» sociötö ckbmcoura-Zomevt 1850 x. 440, in Dinglers polytechnischem Journale Bd. 120 S. 200.)Wagner (Paris ) Barometrograph.
Ericsson's (sstew-York) Alarm-Barometer für den SchiffsgeLranch. EinGefäßbarometer, dessen Rohr unterhalb enger ist als oben wo das Quecksilber spielt;dasselbe taucht in ein Gefäß ein, welches an einem Hebel befestigt ist. Das Ge-wicht desselben ist mittelst eines Gegengewichtes ausgeglichen. Fällt das Queck-silber im Rohre, so nimmt die Menge desselben im Gefäße, also auch das Gewichtdes letzter« zu, es sinkt der Hebel und löset eine gespannte Feder aus, vermittelstwelcher ein Hammer an eine Glocke schlägt und ein hörbares Zeichen eines nähen-den Unwetters giebt.
L. Thermometer, Pyrometer.
Gleichwie Barometer in großer Zahl ausgestellt worden, so war dies auch mitThermometern der Fall, dieselben hatten eine nicht selten ans Kolossale streifendeGröße, Kugeln von 1 Zoll Durchmesser. Auch Differential-Thermometer, mit Queck-silber und Weingeist gefüllt, waren in mehreren Eremplareu vorhanden, dem be-kannten Rumfordschen Instrumente entsprechend, aber in einem weit kleineren Maß-stabe ausgeführt. Der Temperatnrgrad wird an beiden Schenkeln abgelesen, indemdie Zahlen der einen Skala von unten nach oben, die der andern in entgegengesetzerRichtung zunehmen. Es bedarf keines Beweises, daß ein solches Instrument keinenwissenschaftlichen Werth hat. Eine Einrichtung an den Röhren der Thermometer,welche einige Aussteller eingesendet haben, z. B. Negretti und Zambra (vergl.S. 801) ist hervorzuheben. In dem Rohre ist ein Streifen Beinglas eingeschlossen,bor welchem sich die Quecksilbersäule befindet und dadurch leichter erkannt und derStand abgelesen werden kaun.
Feine Thermometer hat F öftre (Paris ) geliefert, desgleichen Psychrometer,Hygrometer. Sämmtliche Apparate zeigen eine sehr saubere, elegante Arbeit undverdienen Lob. Bourdon (Paris ) vergleiche vorstehende Notiz Seite 802.
Jürgenssen's Sohne (Kopenhagen ) Metallthermometer, welche die Tem-peratur und gleichzeitig auch die Beobachtnngszeit angeben; ein anderes Instrumentgiebt das Marimum und Minimuni der Temperatur an. Sehr gut ausgeführt,liessen (daselbst) Psychrometer. Wurm (Wien ) Platinpyrometer mit Gradein-theilung nach Wedgwood.
Ericsson's (New-York ) Pyrometer ist eine Verbindung eines LuftthermometersMit einem Differential-Barometer. Die in einer kleinen Platinkugel enthaltenevöllig getrocknete atmosphärische Luft, oder Stickgas, dehnt sich beim Erhitzen der-selben aus, und drückt auf das Quecksilber eines Gefäßes, in welches ein 3 Fußlanges, von Lust entleertes, Thermometerrohr bis fast auf den Boden eintaucht,wodurch dasselbe in letzterem emporgehoben wird. Damit aber der Nullpunkt desQuecksilbers im Gefäße stets konstant erhalten werde, ist der Boden des letzteren auseiner Stahlplatte gebildet, welche man mittelst einer gegen die Mitte derselben wir-kenden Schraube heben und senken kann. Dieses Instrument soll vom Austhaupunktedes Eises bis znm Schmelzpunkte des Eisens angewendet werden können. DieSpannung eines unveränderlichen Volumens atmosphärischer Lust oder Stickgas, ge-
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