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X. Klasse. Instrumente aller Art.
Charriöre (Paris ) hat einen vom Dr. Duchenne zu Boulogne angegebenen j
elektrischen Induktionsapparat ausgeführt. Derselbe besteht im Wesentlichen aus >
einem Kohlen-Zink-Elemente in Gestalt zweier mit einander in Berührung stehender ^
horizontaler Platten, von denen die Kohle mit Salpetersäure getränkt ist, währenddie Zinkplatte mit einer Salzlösung gehörig befeuchtet worden. Beide befinden sich !
in einer Schublade unter dem Apparate. Bon beiden Platten geht ein starker Kupfer-draht aus, welcher um einen Eisenstab gewunden ist. Ueber denselben ist ein feinerKupferdraht angeordnet, dessen Enden mit 2 Knöpfen (Polenden) in Verbindungstehen. Um die Intensität der elektrischen Wirkung abzumessen, ist ein Graduatorangebracht, eine über die Drahtwindungen geschobene aus Kupferblech gefertigteHülse. Auch ein Kommutator, sowie eine Magnetnadel, sind angewendet, letztereum die Stromstärke zu messen. Man kann nun entweder den direkten galvanischenStrom anwenden, indem man die Enden des stärkeren Drahtes mit dem leidendenTheile verbindet, oder den im dünneren induzirten Strom; durch den Graduatorwird die Intensität abgeschwächt; jemehr die Kupferhülse den Draht bedeckt, destoschwächer ist der Effekt. (Dingler's polytechnisches Journal Bd. 122 S. 32.) '
Döleuil hat den Apparat von Duchenne in einen magneto-elektrischen um-gewandelt, und in zwei verschiedenen Größen gefertigt. Ein Magnet, welcher auszwei cylindrischen, an einem Querstücke befestigten, Schenkeln besteht und einemäßige Kraft besitzt, ist zur Hälfte der Länge der letztem mit sehr dünnen, auf einerbesonderen Maschine gefertigten, hölzernen Spuhlen bedeckt, über welche zu unterstein stärkerer, zu oberst ein schwächerer Draht gewickelt ist. Ueber die Windungendes letzteren sind aus dünnem Kupfer gefertigte cylindrische Kapseln, vermittelst einesLurch den hölzernen Kasten hindurch gehenden mit einem Knopfe versehenen Schiebers igeschoben. Diese Kapseln können, nach Belieben, ^von den Jnduktionsrollen gänzlichoder zum Theil abgeschoben oder übergeschoben werden, wodurch, im letztem Falle,eine bedeutende Abschwüchnng der Wirkung stattfindet. Ferner kann der drehbareAnker dem Magnete genähert und auch von demselben entfernt werden. Der Kom-mutator ist verstellbar, so daß nach Belieben, während einer Umdrehung 1, 2, 3, 4,Unterbrechungen des Stroms stattfinden. Endlich ist auch dafür gesorgt, daß derindnzirte Strom theils in derselben Richtung durch die Poldrähte strömt, theils inimmer abwechselnder; ebenso kann man auch, im erstem Falle, durch einen einfachenMechanismus eine augenblickliche Umkchmng der Polarität hervorbringen.
Bei dem Apparate der Gebrüder Breton kann der Hufeisenmagnet, vermittelsteines Stabes, dem sich vor den Jnduktionsrollen an den Enden der Schenkel dre-henden Anker genähert, oder von demselben entfernt werden. Die Drahtwindnngcnsind unmittelbar auf den Magnet aufgebracht.
Wie bereits erwähnt, sind von Deutschen Mechanikern keine nennenswerthe Ap-parate der Art gesendet worden. Goldschmidt (Berlin ) hat einen kleinen, Batka(Prag ) einen mit Räderwerk und Getriebe schwerfällig konstmirten Apparat geliefert.
Die kleinen Apparate von Reinsch (Zweibrücken ) sind zu wenig sauber gearbeitet,als daß sie eine Berücksichtigung verdienten.
Elektromagnetische Motore.
Unter den mancherlei kleinen Modellen elektromagnetischer Motore,von denen mehrere in sehr rohen Konstruktionen ausgestellt waren, zeichneten sichetwa folgende, theils durch die Ausführung, theils durch das zu Grunde gelegtePrinzip aus:
Creswell (Edmvndon) hat zwei Paar Elektromagnete einander gegenüber arn