Band 
Erster Theil.
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820
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820 X- Klasse. Instrumente aller Art.

macht, wenn nicht Erläuterungen durch Zeichnungen gegeben werden können, washier nicht ausführbar ist; da ferner die meisten der ausgestellten telegraphischen Ap-parate durch Schriften bereits bekannt gemacht worden sind, so wird es genügen,theils auf letztere hinzuweisen, theils nur das Wichtigste kurz hervorzuheben.

a. Britisches Reich.

Unter den ausgestellten Telegraphen ist der von Alexander (in Edinburg )1837 erfundene der älteste; (siehe blcclmnic's älaAnrino Vol. 28 paZ. 122, 218);die Zeichen werden durch eine den Buchstaben des Alphabets entsprechende Zahlvon Magnetnadeln gegeben, welche an einem Zifferblatte Schieber vor den zu signa-lisirendcn Buchstaben entfernen, wodurch diese dann sichtbar werden. Für jeden Buch-staben ist ein Draht und eine Nadel erforderlich, der zweite Draht ist ein allen ein-zelnen Buchstaben gemeinschaftlicher. (Diese veraltete Konstruktion ist nur vonhistorischem Interesse.) Allan (Edinburg ) Nadeltelegraph, bestehend aus 2 Nadelninnerhalb Drahtringen.

Brett u. Little's (London) Telegraph. Die Batterie besteht aus Zink - undKnpferplatten, zwischen denen sich Sand befindet, welcher mit verdünnter Sänre an-gefeuchtet wird. Die Zeichen werden durch zwei Zeiger vor einem Zifferblatte, durchBewegungen derselben nach Links oder nach Rechts, deren Zahl und Wechsel gege-ben. Ein Draht wird erfordert, während der Rückstrom durch die Erde geleitet wird,(Lleclinnic's AaZaUne Vol. 47 paz. 185; siehe auch, was die Batterie betrifft, dasBayrische Kunst- und Gewerbeblatt 185l S. 101.)

I. u. I. W. Brett's (London ) Drncktelegraph. Ein Uhrwerk bewegt daSPapier und schlägt mittelst des Hammers die geschwärzte Type aus demselben ab.Der galvanische Strom dreht die Typenscheibe. Derselbe Aussteller hat auch Pro-ben von isolirten Draht, welcher zu den Versuchen gedient hat, die im August 1850zwischen England und Frankreich im Kanale veranstaltet worden sind, vorgelegt.Die isolirten Kupferdrähte sind in eine aus beweglichen hohlen Gliedern verseheneeiserne Kette eingeschlossen. Jedes Glied ist mittelst einer Nuß mit dem andern ver-bunden, die Form der Glieder ist cylindrisch, mit dünnerem Halse, welcher in einemrunden Knopf ausgeht; dieser letztere, sammt dem Halse, ist in einer kugelförmigenHöhlung im dicken Theile des Nebcngliedes eingeschlossen; beide Hälften einesGliedes haben vorspringende Warzen und entsprechende Höhlungen, welche zusammen-passen und verkittet sind. Die Kettenglieder waren theils gefirnißt, theils verzinkt.Auf eine solche Weise hat man schon früher bei der Anlage der vaterländischen Tete-grapheulinien die Drähte, welche durch Flüsse gelegt werden mußten, gesichert. DieseKonstruktion ist daher nicht neu. Die AnSsteller haben auch die isolirten Knpferdrähtemit Eisendrahtbündeln umgeben, so daß das Ganze einem Drahtseile gleicht.

Walker (Tonbridge ) Methode Leitnngsdrähte von den Leitstangen, über welchesie geführt werden, durch aus glasirtem Steinzeng gefertigte hohle Doppelkegel,welche mit den zugespitzten Enden mit einander verbunden sind und an dieser Stelledem Drahte nur eine scharfe Kante zur Aussage darbieten, zu isoliren. Durch einenseitlichen Einschnitt kann der verbundene Draht ein- und ausgebracht werden. Damitaber bei dieser Konstruktion der Regen nicht seitwärts hereinschlage, müssen die irdenenIsolatoren von einem aus Holz konstruirten Kasten umschlossen werden, wie dies beiden Englischen Drahtleitnngen neben den Eisenbahnen der Fall ist Diese Umständesind aber durch die Anwendung von sogenannten Glocken vermieden, wie sie aufunsern Preußischen Bahnen allgemein angewendet werden.

Highton's verschiedene Telegraphen-Apparate, von der kritisl, Llectric De-loZrapll Lo. ausgestellt. H. Highton hat seit 1846 mehrere Englische Patentegenommen, welche zum größesten Theile durch das klepertai'^ gp xatent-iiiventionsM allgemeinen Kenntniß gekommen sind. Die Hauptsachen sind in den am