Band 
Erster Theil.
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§. 244. Anderweitige optische Instrumente. 833

geführt. Dasselbe beruht auf dem Lehrsätze, daß, wenn man auf die Hypotenuseeines rechtwinklichen Dreieckes ein Perpendikel von der gegenüberliegenden Ecke fällt,das letztere die mittlere geometrische Proportionale zu den beiden Abschnitten derHypotenuse bildet. Kennt man nun die Länge des Perpendikels und eines jenerbeiden Abschnitte, so kann man mittelst Division des Quadrats des Perpendikelsdurch den bekannte» Abschnitt die Länge des unbekannten Abschnittes finden. (Vergl.Dingler's polytechn. Journal Bd. 123. S. 282.) Becker (Arnheim ) ein Nivellir-instrument.

k. Rußland.

Die Kaiserliche Anstalt zu Jjorsk hat zwei Sertanten und ein Nivellirinstrumentals Proben ihrer Leistungen zur Ausstellung gegeben, welche eine fleißige Arbeitbekunden.

Z. Nordamerika .

Burt (Michigan ) fertigte ein Instrument, genannt «8ol.ro eongiass,.. „in ohneMagnetnadel auf astronomischem Wege die Abweichung zu bestimmen. Das Jnstrn-ment hat eine äquatoriale Bewegung mit kleiner Linse und Kollimator, um dasselbevermittelst des Sonnenbildes ajustiren zu können; diesem ist eine einfache Vorrich-tung zur Beobachtung eines Sternes zugefügt. Der Zweck, welcher durch dieses In-strument erreicht werden soll, ist, die Fehler zu vermeiden, welche lokale Anziehungenbei Schätzung der azimuthalen Stellung vermittelst der Magnetnadel hervorbringenkönnen. Dieses Instrument soll bei allen Eisenbahnvermeffnngen in Nordamerika imGebrauch stehen. Eine spezielle Beschreibung ist ohne Zeichnung nicht möglich.

Ericsson Distanzmesser für den Seedienst. Das Instrument hat zwei Spie-gel, von denen einer der >Vifirössnn»g gegenüber, der zweite sich am oberen Endedes Schaftes des Instrumentes befindet und um eine Achse drehbar ist, wie solcheReflektoren bei Quadranten im Gebrauch sind. Die Drehung geschieht vermittelsteines Hebels und Schraube, wodurch zugleich an einem Zifferblatte die Entfernungabgelesen wird, welche ein Zeiger angiebt. Man dreht jene Schraube so lange, bisdie reflektirte Wasserlinie des Objekts in eine Linie mit dem wirklichen Horizonte ge-bracht worden ist, welchen man durch das Objektivglas sieht. Der Zweck des In-strumentes ist, die Entfernung feindlicher Schiffe zn messen, um danach den Geschützendie gehörige Elevation geben zu können.

I). Anderweitige optische Instrumente.

Unter dieser Bezeichnung begreifen wir sämmtliche Apparate, deren man sich zurErläuterung optischer Lehren in Vorlesungen oder zn wissenschaftlichen Forschungenbedient, in so fern nicht bereits im Vorstehenden das eine oder das andere erwähntsein dürfte. Es kann nicht der Zweck sein, die mannigfaltigen Apparate, welche na-mentlich Französische Mechaniker in großer Eleganz der Ausführung vorgelegt haben,hier sämmtlich aufzuzählen, »och weniger sie im Detail zn beschreiben; eine Andeu-tung wird genügen.

Die Ausstellung Englischer Mechaniker ist in dieser Beziehung völlig Null;ein schwerfällig gearbeiteter Nörrembergscher Polarisations-Apparat von Watkinsund Hill (London), eine Kamera luriila von Varley und Sohn (London ) undHorne's Optometer nach Smee waren die einzigen derartigen optischen In-strumente.

Desto mehr haben Französische Optiker geliefert. Vor allen ist Dubvscg-Soleil zn nennen, dessen verschiedene Apparate allein schon eine reiche Sammlungausmachen. Um nur einiges hervorzuheben, so waren folgende ausgestellt: Ein He-liostat nach Silbermann; Apparat, um allerlei optische Phänomene mittelst künstli-cher Beleuchtung durch eine Lampe, noch besser mittelst des Lichtes glühender Koh -

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