Band 
Erster Theil.
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X. Klasse. Instrumente aller Art.

I). Chirurgische Instrumente und sonstige Vorrichtungen zu

Heilzwecken.

§. 260 .

Anatomische Präparate, Instrumente zur Prüfung innerer

Organe.

Die Abtheilung der chirurgischen Instrumente umfaßt nicht allein die zu denverschiedenartigsten chirurgischen Operationen am menschlichen und thierischen Körpernothwendigen Instrumente und Vorrichtungen, sondern auch Bandagen, Betten, or-thopädische Maschinen, Instrumente zur Entbindung; ferner künstliche Gliedmaßen,Augen, Zähne; plastische Darstellungen anatomischer Präparate, sowohl des gesundenals kranken Körpers; endlich allerlei Gegenstände, welche mit der medizinischen undchirurgischen Praxis in Verbindung stehen.

Wir betrachten zunächst die plastischen und bildlichen Darstellungenanatomischer Präparate des menschlichen und thierischen Körpersund die Instrumente zur Prüfung innerer Organe.

Als einen Ersatz frischer oder in Weingeist aufbewahrter anatomischer Präparate,welche letztere mit der Zeit vieles von den Eigenthümlichkeiten verlieren, hat mansich, namentlich in Ländern, wo wegen Vorurtheilen das Präpariren menschlicherLeichen mit Schwierigkeiten verbunden ist, oder wo man solche Präparate aus andernGründen nicht anwenden kann, aus Wachs, Papiermache oder anderweitigen Massengeformter Nachbildungen schon längst bedient. Der Werth solcher Nachbildungenliegt in der möglichst treuen Darstellung der Theile, ihrer Form und Lage gegeneinander, weshalb Modelle im verkleinerten Maßstabe verwerflich sind.

Ohne hier in detailirte Schilderungen einzugehen, erwähnen wir im Nachste-henden die Ergebnisse der Ausstellung.

a. Britische Aussteller.

Simpson (London), Modell des menschlichen Körpers in Papiermache undGutta Percha, A der natürlichen Größe. Auf der rechten Seite ist die äußere Lageder Muskeln, der Arterien und Venen dargestellt, auf der linken die zweite und dritteLage der Muskeln mit den tiefer liegenden Gefäßen und Nerven. Brust und Unter-leib können geöffnet werden, um die Lage der innern Organe zu zeigen. Ferner einModell eines senkrechten Durchschnittes des Schädels in Gutta Percha, darstellenddas Gehirn, Rückenmark, die Höhlen, Häute, Gefäße, Nase, Mund, Rachen, Luft-röhre. Die Modelle sind sorgfältig gearbeitet und werden in England zum Unter-richt von studirenden Chirurgen und Künstlern mehrseitig benutzt.

Towne (London ), Durchschnittsmodell des Kopfes, an welchem die Verbreitungdes fünften Nervens, das Innere des Gehörwerkzeuges, die Muskeln und Nervender Augenhöhle, die Muskeln, Gefäße und Nerven der Nackengegend dargestellt sind.Modell der oberen Extremität, Brust, den 8Itus partium darlegend. Recht braveAusführungen nach anatomischen Präparaten im Guy-Hospitale gefertigt. Der-selbe Künstler hat ferner die Entwickelung des Hühnereies während des Bebrütens,das Entstehen und Wachsen des Küchelchens in 20 Modellen, ebenso die Entwicke-lung des Gänseeies in 12 Eremplaren mit vieler Sorgfalt und Treue wiedergegeben.

Dinsdale (Newcastle ) 18 Wachsmodelle vom bebrüteten Hühnerei; Wachsmo-delle des äußern Schädels und eines Durchschnittes desselben. Gordon (Bristol )Modell des menschlichen Körpers (sl der natürlichen Größe) mit den äußeren Mus-keln, Gefäßen, Nerven bedeckt; ebenso ein Arm, Herz, Lungen, Gehirn in Wachs