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tz. 10. Schlußbcmerkmigcn.
gen worden. Würden bevorrechtete Orte derartige Verbrecher beherber-gen oder gar schützen wollen, so mußten diese von Obrigkcits wegcn-vondort weggeholt und in das gemeine Gefängniß abgeführt werden, ohnedaß Kaution sie davon befreien könnte.
Dasselbe Gesetz galt auch für gestreifte nnd karrirle Baumwollen-Stoffe und für solche, die mit Baumwolle gemischt waren. Ausge-nommen davon waren alle Baumwollgewcbe, welche ganz blau ge-färbt waren!
Im Jahre 1734 unter Georg II. wurde indessen so viel von obigerAkte widerrufen, als sich auf in Gigland gewebte Waaren bezog, welcheneben Baumwolle auch Leinen enthielten; cS muhte aber wenigstens dieKette ganz Leinen sein. —
Daö nannte man damals vorsorgliche Gesetzgebung!
Wer hätte nun aber vermuthen sollen, daß diese geächtete Industriespäter einen solchen Einfluß auf die Gesetzgebung gewinnen würde, daßsie den Widerruf der Korngesetze durchsetzen konnte?
Welche Stufe der Macht sie noch erklimmen wird, ist schwer vor-auszusagen. Die Wolle in dem Sitze des LordkanzlcrS sollte in der Thatdurch Baumwolle ersetzt werden DaS einst verstoßene Kind, nur müssenes indessen gestehen, ist aber auch arrogant geworden. In alle Zeugewill die Baumwolle wenigstens als Kette eindringen und unleugbar meistzum Vortheil des Konsumenten, sowohl in Bezug auf Preis als auch ausHaltbarkeit.
Ob der Flachs durch das sogenannte Clausscn'schc Verfahren ihrwürd ein Paroli biegen können, steht dabin. Zn wünschen wäre es fürunser Vaterland, für Europa . Nicht der sogenannten Unabhängigkeitwegen, wir vermögen daraus nicht viel zu geben. Gebildete Völker kön-nen nicht unabhängig von einander sein, dürfen es gar nicht sein wollen.Nur der Wilde ist unabhängig. Er findet seine Nahrung auf der Spitzeseines PseileS. Ist das Wild selten, oder er durch körperliche Unsäbigkcitverhindert es aufzufinden, so geht er zu Grunde und Niemand frägt dar-nach. Allein hier handelt es sich nicht um Unabhängigkeit, sondern umgesteigerte Vcrwcrtbung der Produktion unseres Bodens, um vermehrteAustauschmittel; diese müssen wir herbeiwünschen. Jedenfalls ist deralte Prozeß Flachs contra Baumwolle in eine neue Phase getreten unddiese mit Aufmerksamkeit zu verfolgen. Wie dieser Prozeß auch ausfalle,zum Schaden der Baumwollen- Industrie kann er nicht gereichen; dennder Flachs würde die Baumwolle nicht beeinträchtigen, sondern seine Ei-genthümlichkeit verlieren, zur Baumwolle werden und sich als solche ver-spinnen lassen. Diese ist nun einmal durch ihre vielseitige Anwendbarkeit,sowie durch die mannigfachen Veredlungsprozessc, zu denen sie auffordert,bestimmt, in erster Linie zu bleiben. Zur Chemie und Mechanik steht siein dem Verhältniß der regsten Wechselwirkung; sie verschafft mehr alsjedes andere dem Wenigcrbcniittcltcn die Möglichkeit einer anständigen