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XIII Klasse. Scideiiwaaren.
Wcltgegcnden, China, Indien, Pcrsien, Afrika rc., die geringsten wie dievollkommensten Gewebe vor uns ausgebreitet, und wollten wir eine Ge-schichte der Weberei schreiben, so würde die Ausstellung dazu genügendeMittel bieten, vorn einfachen Geflecht der Bastmatte bis zum prächtigenGobelin.
Bicrundzwanzig Länder oder Staaten haben Seide und Seidenge-webc ausgestellt; in alphabetischer Ordnung sind es die folgenden: Algier ,Acgyptcn, Belgien (nur Rohseide), China, England, Frankreich, Griechen-land, Indien, Ionische Inseln (nur Rohseide), Insel Mauritius (nur Roh-seide), Niederlande, Oesterreich, Persien, Portugal mit Madeira , Rom,Rußland, Sardinien, Spanien, Schweden und Norwegen, Schweiz , Tos-kana, Türkei, West-Afrika , Zoll-Verein.
Die im Katalog angegebenen Gegenstände aus Kanada und denVereinigten Staaten waren nicht vorbanden oder nicht aufzufinden.
Von mehreren Staaten find nur Robseiden, eigentlich zu Klasse lZ .gehörend, eingeliefert worden, wir nebmcn jedoch hier, wie schon bei dervierten Klasse bemerkt, sowohl die Kokons und die gehaspelte (Greze) alsdie gesponnene Seide (Organfin, Trame und Flvretseide) mit aus.
Unser Bericht kann übrigens zum größten Theil nur allgemein ge-halten werden, da Preise nicht vorliegen, und selbst wenn dieselben unszugänglich gewesen, so würde bei der ungcbcuren Masse von Gegenstän-den, zumal solche sehr entfernt von einander aufgestellt waren, eine Ver-gleichung dennoch unmöglich sein, einzelne Artikel etwa ausgenommen,llebcrdies sind die Scidenprcise während der unglcichzcitigcn Einlieserungoder Anfertigung dieses oder jenes Artikels einem nicht unbedeutendenWechsel unterworfen gewesen.
Wir konnten demnach nur auö der Anschauung der in den verschie-denen Ländern erzeugten Fabrikate uns ein individuelles Urtheil über denStand dieses Gcwerbzwciges bilden. Wir theilen dasselbe offen, wie essich uns aufdrängte, hier mit.
Zuvörderst beginnen wir nun mit dem Bericht über Rohseide undwerden sodann mit den Sammt-und Scidenwaaren in derjenigen Reihefolge,welche uns für eine Vcrglcichung die Ersprießlichste scheint, fortfahren.
') Die geschichtlichen Notizen sind znni Theil der Une^clopoclie korbt, kariz1839, ferner Mac Culloch u. A. entnommen.
2 ) Annalen der Landwirthschaft in den Preußischen Staaten. Berlin >846VIII. S. 16.
^) Ueber Leinen- und Wollmannfaktnren. Vorlesung des Geheimen Rathsvon Viebahn. Berlin 1816. S. ll.
§. 22 .
Roh-Seide, Kokons, Grezen und monlinirte Seiden.
Noch niemals hat es eine günstigere Gelegenheit gegeben, als diegegenwärtige, um über das Rohmaterial, aus welchem wir so viel Schö-