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XIV. Klasse. Lcmc»waarc».
Rächst Frankreich haben wir Belgien hervorzuheben. Das vor-züglichste Rohmaterial unterstützt hier die Leinenspinnerei ganz bedeutend;auch ist vielleicht in keinem Lande so viel zu deren Hebung von Seitender Regierung gethan worden, als gerade hier. Wir erinnern nur an dasGesetz vom 26. Januar 1847. Was nun die Handspinnerei betrifft, diesich insbesondere in den Provinzen: Ost- und Wcstflandern konzentrirt undder Fabrikation von Spitzen, Battisten und ähnlichen Artikeln die nöthigenseinen Garne liefert, so ist die Regierung sicherlich auf dem rechten Wege,indem sie sieh bemüht, möglichst viele Spinner zu anderen Beschäftigungenhinüber zu führen, da voraussichtlich doch nur eine verhältinßmäßig klei-nere Zahl im Stande bleiben wird, ihren Unterhalt bei der Handspinnereizu gewinnen. Die Masthinenspinnerei dagegen nimmt einen ganz erfreuliehen Aufschwung, und sichert den darin beschäftigten Kapitalien undMenschenkräftcn einen reichlichen Lohn. Ihr Ursprung datirt vornemlichvom Jahre 1868, wo die mit Riesenschritten wachsende KonkurrenzGroßbritanniens zum erstenmal 'eine ernste Krisis im ganzen Belgischen Leincngcschäft hervorgerufen hatte. Mit dem den Belgiern eigenen glück-lichen Takt warfen sie sich, nachdem einmal die Nothwendigkeit dazu er-kannt worden war, auf die Bervollkommnung der Maschinenspinnerei,und holten binnen wenigen Jahre» schon, wenn auch bei Weitem nichtan Ausdehnung, so doch an Ausbildung die Fortschritte Englands fastvollständig ein. Belgien beginnt bereits aus drittel: Märkten in Maschiumgarn mit Großbritannien zu konkurriren. Gent, Brüssel, Mecheln undLüttich sind die Sitze der Belgischen Maschinenspinnerei.
Die Zahl der Spindeln in Belgien beträgt gegenwärtig fast 100,000;l 840 betrug sie 47,000 Sp. Man spinnt Nr. 2 bis 60 trocken, und vonNr. l 0 bis 150 naß aus Belgischem, Russischem und Preußischem Flachs.
Die Einfuhr von Leinengarn war früher nicht bedeutend; siewuchs indeß ansehnlich mit den sinkenden Preisen des Britischen Maschincngarns, bis Belgien im Jahre 184 6, um von den Wirkungen derFranzösischen Leinen Ordonnanzen ausgenommen zu werden, die hohenSätze dcS neuen Französischen Tarifs gleichmäßig auf seilten Außengrenzcnannahm. Non da ab fand allerdings ein Rückgang Statt; jedoch ist im-mer noch die Einfuhr von Maschinengarn nicht ganz unbedeutend, wieschon obige Angaben über die Britische Ausfuhr dorthin, darthun. ZniFahre 184 0 betrug die Einfuhr von Leinengarn aller Art 528,656 Kil.Ein 7 heil hiervon bestand stets aus grobem Westfälischen und Braun-schweigffchen Handgarn für Zwillich, Drell re., welches noch fortwährendgegen eine geringe Konlrollgebühr eingeht. Diese Einfuhr ist jedoch imAbnehmen. Sie betrug:
1842 04,056 Kil.
184 0 41,000 Kil
184 6 00,508
1844 06,005
1845 88,088
184 7 27,6501848 11,666<840 12,107