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8- 31. Statistische Nachrichten.
Die AuSfnhr Belgischer Garne ist bedeutend gestiegen, wiewohlsich in den letzten Jabren wieder eine Abnahme fühlbar macht, die ausRechnung der steigenden Ausdehnung der Französischen Maschinenspinnercikommt. Frankreich ist überhaupt der bedeutendste Abnebmer BelgischenGarnS. Die Auösuhr bestand früher meist aus seinen Handgarnen, jetztgrößtentheilö aus Maschincngarnen, wovon auch ein Theil nach dem Zoll-verein In allen Sorten Leinengarn und Zwirn betrug die Ausfuhr:
Werth Gewicht
Frcs. Kil.
1836 1,221,236 —
1815 6,000,139 > 2/162,025
1816 5,007,876 1,502,525
Im Zollverein und in Deutschland überhaupt gewährt die Lei-uengarnspiunerci einen sehr betrübenden Anblick. Denn einerseits befindetfich keine Klasse der gestimmten Bevölkerung in so außerordentlich trau-nger Lage, als die zahlreichen Handspinncr von Westfalen , Schlesien undSüddeutschland , deren täglicher Verdienst 1 Sgr. bis höchstens 2 2 Sgr.beträgt. Sogar die Spinner im RavenSbergischcn, deren Erzeugnis; mit demschönsten in Belgien wetteifert, erzielen durchschnittlich einen nur wenig hö-heren Lohn. Anderseits aber vermag die Maschincnspinnerei der täglich stei-genden Britischen Konkurrenz gegenüber, durchaus nicht emporzukommen.Schon im Jahre 1821 ward durch die Bemühung von Alberti aus Wabdenburg und unter kräftiger Unterstützung der Preußischen Regierung dieerste Maschincnspinnerei in Schlesien gegründet. Und dennoch waren inPreußen 1813 erst 28,087, und 1850 16,331 Spindeln vorhanden,s»st ausschließlich in Schlesien. Gegenwärtig sind allerdings wieder einigeNeue Etablissements im Bau begriffen, namentlich in Bielefeld , wo cö bis-her — abgesehen von der Wergspinnerei des benachbarten Herford —gänzlich daran felstte, sowie auch in Dürcn. Im ganzen Zollverein zähltn>an gegenwärtig etwa 60,000 Sp., die gegen 25,000 Etr. Garn er-äugen, während 1 Million Eentner zur Deckung des Bedarfs an LeinenMaaren erforderlich sind. Die inländische Maschinenspinnerci liefert alsodur gegen Zg dcö Bedarfs. Ende 1852 dürften nun wohl 80,000Spindeln im Gang sein, allein der Zuwachs ist verhältnißmäßig immer/'st unbedeutend. Bon Seiten der Regierungen hat es an direkter undindirekter Unterstützung und Aufmunterung nicht gefeblt, allein man mußhch gestehe», daß bis setzt die Bemühungen zu Gunsten der Lcincnindustricohne entscheidenden Einfluß auf Hebung dieses Gewerbes und Besserung^or soeialen Lage der Arbeiter geblieben sind. Berheblcn wir uns nicht,^nß die Hindernisse dieser Entwickelung meist auf subjektivem Gebiete liegen.
Daß unter diesen Umständen der frühere Erport von handgespon-»Mein Leinengarn immer mehr abnehmen mußte, liegt aus der HandSchon vor dem Zusammentritt des Zollvereins war derselbe auf unbedeukende Mengen im Verhältniß zu früher reduzirt. Die Ausfuhren, meistII. 11