Band 
Zweiter Theil.
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XIV. Klaffe. Leinenwaaren.

Verpackung der Irischen Leinen ist bei den besseren Gattungen wenigerin's Auge fallend, als bei den leichteren Sorten. Sie besteht bei den ersteren aus mehr oder weniger breiten, bunt seidenen oder sammtnen Bän-dern und schmalen goldenen Litzen, bei letzteren aus breiteren dekorirtenPapierstreifen mit den berrlichstcn Bildern und Vignetten versehen. DieAuflage ist meist flach und breit, und finden sich gewöhnlich Name unDWappen der Fabrikanten blau oder rotb auf die Leinwand aufgestempelt.

Die Belgische Lcincnsabrikation zeichnet sich durch eine besondere Ge-drungenheit und Kraft des Fadens aus, was darin wohl seinen Gründhaben mag, daß man den Flachs weniger ökonomisch fein ausznspinnensucht, wie dies in Leeds der Fall. Auch finden wir noch viel mebr seinesHandgcspinnst im Brauch, als verhältnißmäßig in Irland , obgleich sichdie mechanische Spinnerei bereits tüchtig entwickelt hat.

Dagegen fehlen diesem Lande Bleich- und Appretur-Anstalten inangemessener Ausdebnung, denn außer der vorn Staate noch fortwährendunterstützten Anstalt dieser Art von William Wood in Antwerpen , vonwelcher in der Ausstellung sich ganz gelungene gebleichte, apprctirte, auchgeschmackvoll dekorirte Stücke vorfinden, sind in Belgien nur die frühereRasen- oder sogenannte Milchblcichc und die Mangel - Appretur zu Hause,die freilich der Waare unschädlicher sein mag, jedoch das Deportgeschäfthemmt. Außer den obengedachtcn Belgischen Fabrikanten van Ackere undParmcnkier finden wir deshalb nur noch von Decock Wattrcldt,Roulers, und Beck, Vater und Sohn, in Eourtrav, untadelbafte,schön gebleichte, appretirte und gut dekorirte Stücke vor: desgleichen vonP. F. Debrabandere in Eourtrav, jedoch obne Appretur.

Die aus der Bielcfcldcr Gegend ausgestellten Leinen kommen denBelgischen in den feineren Arten an Dichtigkeit ziemlich nahe: die Bleicheist im Allgemeinen der Englischen gleich, und besser als in Belgien ; dieAppretur ist mit der Mangel gegeben und für das Auge nicht so beste-chend, als die der Irischen Leinen, um so weniger, als sämmtliche Deut-schen Leinen-Aussteller es unterlassen haben, ihre Fabrikate, wie jene,unter Glas zu bringen, wodurch deren Aussehen beeinträchtigt ward.

Bolenius und Nolte in Bielefeld haben ein Stück sehr feineLeinwand, 6000 Faden in der Kette, desgleichen eine Sammlung stärkererLeinen ausgestellt, welche in Güte und Egalität nichts zu wünschen las-sen; auch die Atlasdrells, ohne Zweifel von Englischem Maschinengarngefertigt, sind zu empfehlen. Die Batiist--Tücher zeigen noch einen kleinenUnterschied in der Appretur gegen die Englischen .

.Die Fabrikanten A. H. Westermann und Comp., F. W. Krö-nig und Söhne, I. D. Delius, E. F Gante und Bensik,A. H. C. Westermann Söbnc, sämmtlich in Bielefeld , F. W. Wessclin Spenge, E. A. Delius und Söbne in Bielefeld sind in ihrem Ver-kehr bedeutend, und an den von ihnen ausgestellten Leinen aus Handge-