278 XVI- Klasse. Leder und Lebcrwaareii, Pelzwerk und Häute.
gleich den Englischen zu zeigen; diese Leder haben demnach gegen die Eng-lischen nennenswcrthe Vorzüge.
Was sarbige und weiß lackirte genarbte Vachetten betrifft, so habenwir derselben in der Englischen Abtheilung, weil gänzlich mißlungen, kei-ner Erwähnung gethan; hier aber, wo wir die Französischen, Deutschen und Belgischen Abtheilungen dieser Lederklasse besprechen, kommen wir dar-auf näher zurück und führen an, daß Gauthier und Deadde inParis, Jorez und Sohn in Brüssel und Mayer, Michel und De-ninger in Mainz solche Leder zur Ausstellung gebracht haben. DieseLeder sind für Wagen - und Kutschersitzbeklcidung und dergleichen Gegen-stände bestimmt, und dem Auöspruch der Jury folgend dürfen wir, wasLebhaftigkeit der Farben, Feinheit der Narben und Biegsamkeit des Ledersbetrifft, diejenigen des zuletzt genannten Hauses sür die schönsten der Aus-stellung erklären.
Von glattlackirten Ochsen- und Kuhhäuten für Mützenschirme,Sattler -, Geschirrmacher und für Militairarbeit hat, außer Mayer,Michel und Deninger in Mainz , Niemand etwas Wesentliches aus-gestellt. Die auf diese Leder verwendete gute Arbeit anerkennend gehenwir zum Schluß dieser Abtheilung über, indem wir noch der aufder Ausstellung befindlichen farbigen lackirten Kalb -, Bock- undSchaaffelle erwähnen.
Die farbigen Kalbleder von Nyß und Comp. haben wir schonbesprochen, und deren von Deadde in Paris , welcher eine ansehnlicheMenge zur Ausstellung geliefert hat, erwähnen wir hiermit. Die Lederdieses Hauses sind zum größten Theil für Kinderschube, ein angeblich inParis in farbig sehr beliebter Artikel, bestimmt; sie sind durchgehends sehrlebhaft in Farbe und biegsam ohne zu brechen.
Gleiches Verdienst gebührt den Herren Jorez und Sohn inBrüssel bezüglich der von ihnen angefertigten und zur Ausstellung ge-brachten weißen und farbigen lackirten gespaltenen Schaafleder für Hut-garnituren, und sind dieselben ebenfalls recht lebhaft in Farben und bieg-sam. Was endlich die farbigen genarbten lackirten Bockfelle betrifft, so istdieses ein durchaus neuer Artikel, der, für elegante Stiefel-Oberschästcbestimmt, von Mayer, Michel und Deninger in Mainz angefertigtund ausgestellt wurde.
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Gefärbte Leder.
Sämmtliche Leder zu deren Besprechung wir in dieser Abtheilungübergehen, sind Erzeugnisse der Safsianfabrikation und begreift dieselbealle die Ledersorten in sich, die gefärbt (nicht angestrichen) und, nurwenige ausgenommen, sämmtlich mit Naturglanz (nicht mit Firniß