tz. 59. Gefärbte Leber. 281
Aus Rußland, P. Kotelofs in Kasan , Bakhrouöhin undSohn in Moskau .
Aus Spanien, S. Roig in Barcelona .
Aus der Schweiz, I. I. Mercicr in Lausanne , Meyer undAmann in Winterthur und Chs. Ressequeire in Genf .
Aus der Türkei und aus Tunis die dortigen Regierungen.
Vom Deutschen Standpunkte aus ein der Wahrheit getreues Bildvon den Leistungen der Deutschen Saffianfabrikation den Englischen, Fran-zösischen und amerikanischen Ländern gegenüber vorzulegen, bietet in sofern Schwierigkeiten, als wir nur ein Deutsches Haus diesen gegenüberzu stellen haben; denn das eine schwarze Saffianfcll, welches BehrcnSin Lübeck zur Ausstellung gebracht hat, kann wohl nicht in Anschlag kom-men. Wie ganz anders würden und könnten wir in dieser Branche auf-treten, wenn neben dem Mainzer Hause auch andere Fabriken, deren esin Deutschland noch viele giebt, an der Ausstellung sich betheiligt hätten;mit welcher Leichtigkeit würde hierdurch die schwächere Seite des Einzel-nen mit der stärkeren des Anderen überdeckt, und dadurch ein Bild ge-schaffen sein, das, wir sind cS überzeugt, durch die Leistungen der mitDeutschland konkurrirenden Ländern nicht verdunkelt worden wäre.
Was I. S. Dccd, C. George und Lutwyche und George,sämmtlich in London wohnend, zur Ausstellung gebracht haben, ist wohlEnglisches aber nicht eigenes Fabrikat dieser Häuser, da sie nur Händleraber keine Fabrikanten sind.
Bevingtons und Söhne in London , welche sicherlich die ältesteund bedeutendste Sassianfabrik England's besitzen, brachten wobl eine rechtschöne, aber dem Umfang ihres Geschäftes nach sehr beschränkte Kollektionvon den bei ihnen erzeugten Lcdersortcn zur Ausstellung. Auster alaun-garem Handschuhledcr, welche wir in dem betreffenden Artikel besprechenwerden, stellten sie mehrere mit verschiedenen Farben und Apprctcn ver-sehene echte Saffianfelle aus; ferner mehrere eben so behandelte ungc-spaltenc Schaafleder (Uumi-O, aus Fellen bereitet, die sie im rohen, abergesalzenen Zustande vom Kap der guten Hoffnung bezogen hatten, undendlich mehrere gespaltene gefärbte Schaafleder s8;,lü>) aus Londoner Schlachtfellcn bereitet. Diese aus ungefähr 18 Fellen bestehende Samm-lung ist schön und besonders sorgfältig ausgewählt; die Farben der Ledersind lebhaft und ihre Appretur ist recht glänzend. Was Auswahl derFelle, Schönheit der Farben und der Appretur angeht, so wird die ebenbesprochene Erposition von der noch übertroffen, welche Herr I. S. Dccdzusammengestellt hat, und haben wir alle Ursache anzunehmen, daß dieseLeder aus der Fabrik der Gebrüder Roberto zu London abstammen,welche unter ihrem eigenen Namen an der Ausstellung sich nicht bcthci-ligt babcn.
Weniger lebhaft in Farben und weniger in die Augen springend