Sattler-, Riemer- und Täschner -Arbeiten. §. 63. 297
Sattler- und dergleichen Waaren an der Ausstellung sich ebenfalls be-theiligt haben.
Die von diesen Ländern in den Glaspallast eingebrachten, der Satt-ler -, Riemer-, Täschncrei u. s w. angehörenden Gegenstände bestehen imAllgemeinen auS: 122 Herren-, 24 Damen- und 3 Kindcrsätteln, 95Reitzäumen, 47 zwei- und einspännigen Chaisen- und einigen Fuhrge-schirren, 33 verschiedenen Rcisekoffern, 10 Reise- und Mantelsäcken unda«s einer großen Anzahl von Stallhalftern, Pfcrdekummeten, Sattelbäu-men, Kopfgestellen zu Pferdegeschirren, Jagdtaschen, Etuis, Gürteln,Satteldecken, Geschirrverzierungen, Sattelgurten, ledernen Tapeten, sol-chen Ornamenten und dergleichen mehr.
Wir behandeln diese Gegenstände in der Ordnung und Reihen-folge, wie wir hier genannt haben, und heben diejenigen besonders her-aus, die wir dessen werth halten oder an denen sich einiges Eigenthüm-liche vorfindet.
In Sätteln und Zäumen zeichneten sich folgende Aussteller aus:
Carl Maiben in London . Der von ihm ausgestellte mit brau-nem Leder bezogene Sattel hat die Eigenthümlichkeit, in seine einzelnenTheile zerlegt, wieder zusammengesetzt und dann jedem Pferd angepaßtwerden zu können.
S. Cor in Walsall . Die Steigbügel an dem Sattel dieses Aus-stellers hängen quer und mag dieses, da ein solches der Lage des Fußeskonform ist, einiges Annehmliche haben.
W. Middlemore in Birmingham bringt zur Ausstellung, nebenmehreren gewöhnlichen Herren- und Damensatteln und Zäumen, einen so-genannten Bocksattel für die leichte Kavallerie, der aus rothem Sammtangefertigt und ähnlich der gleichfarbigen Satteldecke reich mit Gold-stickerei vesehen ist.
R. Blythc in London . Dessen Ausstellungsstücke bestehen ineinem abgesteppten, mit weißem Hirschleder bezogenen Damensattel, einembraunen glatten Herrensattel und einem gleichfarbigen Zaum, außerdemnoch in einem Kammdcckel aus schwarzem lackirtcm Leder.
R. Cuff in London brachte zur Ausstellung einen mit rothemSammt bezogenen und mit Goldstickerei versehenen Sattel; einen ebenso reichen und mit gleicher Verzierung versehenen Zaum und mehrere an-dere Sättel.
F. E. Colegrave in Brighton . Der Sattel desselben ist zwargewöhnlicher Art, an seinen Gurten befinden sich aber elastische Federn,welche nachgeben, wenn das Pferd beim Zuziehen der Gurte sich auf-blasen sollte, und welche dennoch dem Sattel die nöthige Festigkeit aufdem Rücken des Pferdes verleihen, wenn dasselbe aus seinem abnormenZustand in den gewöhnlichen zurückgekehrt ist.
Joseph Stockcr in London bringt einen Damensattel zur Aus-stellung, welcher abgesteppt und mit einer Einrichtung versehen ist, wor-