298 X4T. Klasse. Leder und Lcderwaaren, Pelzwerk und Häute.
nach sein Sitz gewechselt werden kann, wodurch der Rechts reitenden Damedie Möglichkeit gegeben ist, auch Links reiten zu können.
A. R. Caistor in London stellt einen Husarenbocksattel, mitSchweinsleder bezogen und mit Pistolenholfter versehen aus, sowie außerzwei mit Silber beschlagenen lackirten Kammdeckcln noch einen gewöhn-lichen glatten Herrcnsattel.
H. Farnschaw in London . Dessen Ausstellung besteht, aus zweibraunen runden, einem braunen flachen und einem blauen mit golden«»Beschlag versehenen Zaum; außerdem noch in einem Paar Aufsahzügelund einer Stallgurte mit Kreuzholz.
Kanada , gleichwie Van Diemens land lieferten jedes einenmit Schweinsleder bezogenen gewöhnlichen glatten Herrensattel zur Aus-stellung.
Das Britisch-Ostindischc Gouvernement sandte zur Aus-stellung: einen gewöhnlichen glatten Herren- und einen Kavallerie-Bocksattel, der letztere mit Pistolenholfter, Zaum und Mantelsack versehen.Die außerdem noch eingekommenen drei, reich mit Goldstickerei verziertenund mit rothem Sammt bezogenen Sattel sind nicht besonders geschmack-voll gearbeitet.
Von den aus Nordamerikas Freistaaten zur Ausstellung ge-kommenen vier Herren- und einem Damensattel, erwähnen wir den vonH. Adams in New-Nork im Besonderen. Sein Ueberzug von Schweins-ledcr hat einen Glanzfirniß und haben seine Taschen die Eigenthümlichkeit,sich abnehmen zu lassen.
Von den Ausstellern Oesterreichs in Sattelarbeiten, wovon 8Herren- und 1 Damensattel sowie 5 Zäume eingeliefert worden sind,nennen wir F. Löfsler in Prag . Vier Sättel desselben sind mitSchweinsleder bezogen, der fünfte aber mit Kalbsleber, dessen Narbenman abgenommen, wodurch der Sattel einen hellbräunlichen sammtarti-gen Ueberzug erhalten hat.
Aus Belgien sind 5 Herren- und 2 Damensattel zur Ausstellunggekommen, welche zum Theil von Ladoubee dem Jüngeren zu Brüssel ,zum Theil von I. Van Sträten in Hasselt herrühren.
Frankreich führt uns im Fache der Sattelmacherei nur einenAussteller zu, derselbe, welcher sein Geschäft unter der Firma Prar undLam bin zu Paris betreibt; er hat aber neben einer sehr bedeutendenZahl von Reit- und Fahrrequisiten nicht weniger als 40 Sättel und 36Zäume ausgestellt. Diese Kollektion von Sätteln und Zäumen umfaßtalle Sorten, welche beim Civil wie Militair vorkommen. Von denMilitair-Sätteln haben uns die ganz besonders angesprochen, welche fürdie Offiziere der Afrikanischen eingebornen Truppen bestimmt, aus rothemSammt angefertigt und mit Goldstickerei versehen, indem dieselben, andern