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§. 68. Großbritannien und Irland.
wird das nur wenig oder gar nicht in der Bütte geleimte Papier, wie esdie Trockenwalzen der normalen Papiermaschine verlaßt, auf Rollen auf-gewickelt. Diese bringt man auf die Leimmaschine, wo der Bogen durchheißen Leim geführt und dann abermals aufgerollt wird. Diese Rollenläßt man mehrere Stunden liegen, damit der Leim gehörig in den Bogeneindringen kann. Alsdann bringt man sie auf eine Trockenmaschine mitWindrädern in einem mäßig erwärmten Zimmer (nach dem oben erwähn-ten System), wobei dem Bogen sehr langsam die Feuchtigkeit entzogenwird. Das so erzielte Papier ist dem nach Joynsons Methode fabrizie-ren vorzuziehen; es nimmt beim Schreiben die Tinte besser an und istnicht so durchscheinend. Im klebrigen war das Papier von Cowan nichtganz so rein und so weiß, wie das von Joynson.
Bei den Ausstellungen seiner Papiere von Gebrüder Spicer undvon Dc l a Ruc u. Comp. in London (angefertigt von den verschieden-sten Fabrikanten) ist insbesondere auch der lururivsen und geschmackvollenVerpackungen zu erwähnen. In Quart, Oktav, Duodez und Sedezwaren hier die Postpapicrc, meist in Päckchen zu 5 Buch, in feine weißeglacirte Kartons mit erhabenen Verzierungen in Gold und dem herrlichstenFarbendruck, eingeschlagen. Selbst die Franzosen gehen in dem Lurusder Verpackung nicht so weil als die Engländer.
Von sonstigen Einzelnhciten heben wir hervor ein 7 Fuß 9 Zollbreites Maschinenpackpapier von Gebrüder Spicer ausgestellt; die betref-fende Maschine muß also die enorme Sieb- und Trockcnwalzenbreitevon 8 Fuß gehabt haben, während man sonst höchst selten über 6 Fußhinausgeht.
Ein Aussteller, W. Wildes in Rochester, hatte eine große Varietätvon Wasserzeichen in Bütten- und Maschinenpapir ausgestellt, die theilsdurch Aufnähen der Zeichen auf die Formen oder die O-mck/ rollers,theils durch Einpressen hervorgebracht waren; jedoch sind weder dieseMethoden neu, noch konnten die Muster schön oder geschmackvoll genanntwerden. Die Methoden von I. H. Saunders in Dartsord sind inDeutschland längst angewandt worden. Auch die Wasserzeichen für Büt-tenpapiere von Gebrüder Banks in Chesham zeichneten sich nichtweiter aus.
Von I. Lamb in Ncwcastle-under-Lyme waren dünne aber sehrfeste, aus Hansseilen gefertigte ungcleimte Seidcnpapiere (Dotter/ tis.aie1 >:>per») ausgestellt, wie sie zum Uebertragen von Stein- oder Kupferdruckauf Porzellan, Wedgwood u. dgl. gebraucht werden. Dieser Fabrikations-zweig wird in England in ganz außerordentlicher Ausdehnung betriebenund die Qualität des Papiers, worauf hier so viel ankömmt, ist durch-schnittlich besser als bei dem in Deutschland angefertigten.
Das höchste in Bezug auf relative Festigkeit des Bogens leistetendie Banknotenpapiere von I. H. Saunders in Dartsord. Ein Bogenvon etwa 20 Zoll Breite und nicht stärker als dünnes Kopirpost war
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