Band 
Zweiter Theil.
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Z40 XVII. Klaffe. Papier , Buchdruck uub Buchbinderarbeiten.

über 2 Rollen gelegt, deren untere ein Gewicht von 2 Ccntnern trug;der Behauptung des Ausstellers zufolge würde er erst bei der doppeltenBelastung reißen. — Auch die Fabrikate von I. Dewdne» aus Eullompton verdienten ihr'cr Festigkeit halber Beachtung.

Kartonpapiere für Zeichnungen und Druck, Porzellanpapierc fürVisitenkarten u. s. w. waren besonders schön von I. L. Turnbull inLondon geliefert. Derselbe hatte auch ein schönes Sortiment von farbi-gen Papieren für Kreidezeichnungen mit rauher aber doch harter Ober-fläche ausgestellt. Die bekannten Leistungen Frankreichs waren in die-sen Proben ziemlich vollständig erreicht.

Von I. Martin aus London waren Papiere ausgestellt, welchedurch einen von ibm erfundenen Leim die Eigenschaft vollständiger Wasser-dichtigkeit erhalten haben sollten. Durch Eintauchen in Lösungen vonGummi oder ähnlichen Stoffen ist dies auch wohl erreichbar ; allein fürdie Praris dürfte nicht viel Gelegenbeit sein solche Papiere zu verwen-den, wenn sie bedeutend theurer als die gewöhnlich geleimten komme».

Von Packpapieren, namentlich zum Einschlagen der Stahlwaaren,war eine große Zahl von Proben ausgestellt, ebenso von Pappen, Preß-spähnen und Glanzdcckeln für alle möglichen Verwendungen; allein eswar bicrin nichts geleistet, was nicht in Deutschland in gleicher Vollkom-menheit gemacht würde. Leider stebt uns nur der Robstoff, die altenSchiffsscilc, nicht in solchen Mengen zu Gebote wie den Engländern.

Mehrere der ausgestellren Rollen Packpapier zeigten eine sehr bobeGlätte, die auf der Maschine erzeugt war, was übrigens bei so festen,starken Papieren und wo es aus verschieden geglättete Stellen und schwarzeFlecken nicht ankömmt, keine besondere Schwierigkeit hat.

Ein Aussteller zeigte die Verwendbarkeit starker Pappen beim Eisen-bahnwagenbau, anstatt der gewöhnlichen Holzfüllung in den Seiten - undMittelwändcn. Auch dies ist in Deutschland bereits bekannt und z. Bauf der Leipzig -Dresdener Eisenbahn mit Pappen aus der Fabrik vonFischer in Bautzen durchgeführt.

ES muß übrigens schließlich bemerkt werden, daß namentlich zweiSpezialitäten aus der Ausstellung fehlten, die zur vollständigen Darstel-lung der Englischen Papiersabrikation nothwendig sind. Dies betrifftzuerst die Erzeugnisse der großartigen Papierfabrikation von Lancashire ,deren Rohstoff statt Lumpen die Abfälle der Baumwollspinnerei,') ge-mischt mit den Abfällen der Leincnspinnerci, bilden und woraus sehr festeschöne Papiere in allen denkbaren Sorten dargestellt werden. Dasgleiche gilt von der sehr weit ausgebildeten Englischen Strohpapier-fabrikation, deren Nichterscheinen auf der Ausstellung übrigens einZeichen sein mag, daß die Darstellung feinerer Sorten aus diesem Mate-rial, wenn auch praktisch recht gut ausführbar, doch keine besondern ökono-mischen Vortheile gewährt und daher nicht weiter verfolgt wird.