Band 
Zweiter Theil.
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§. 74. Rußland uud Dänemark . 350

Außerdem waren noch recht gute Preßspähne und Kartcnpapicrevon P. Henrp in Dinant ausgestellt.

Aus Holland lagen von B. C und F. Honig und Honig-Brect.aus Zaandik Proben der bekannten, aus ungebleichten Lumpenan der Bütte gefertigten, stark gerippten, ungeglättetcn Bücher-Medianeund Zeichnenpapiere vor, welche noch in den ersten Deccnnicn dieses Jahr-hunderts so großen Ruf genossen, jetzt dagegen von den Leistungen andererStaaten so vollständig überflügelt worden sind, daß sie nur noch spär-lichen Absatz finden. Außerdem waren von Ban Gcldocund Sohnaus Wormervcen ordinaire Zuckerpapierc und Kartons ausgestellt, auszwei verschiedenfarbigen Bogen bestehend, und dem Anschein nach späterzusammengeklebt.

Die Schweizerische Papierindustrie war durch die schönen Fa-brikate der großen mechanischen Papierfabrik an der Sihl bei Zürich ,Virigirl von Steinliu, sehr gut vertreten. Die Papiere waren sehrfest und rein; namentlich gehörten die feinen Schreibpapiere mit zu denbesten der Ausstellung. Die Kupferdruckpapiere von v. Thurneise naus Basel zeichneten sich besonders durch große Reinheit und eine sehrzarte Tertur aus. Sie dürsten wohl in der bei Lörrach auf Zollvereins-gebiet belegenen Fabrik des Herrn v. Thurncisen gefertigt sein.

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Rußland und Dänemark .

Auch Rußland hatte schöne und solide Maschincnpapiere ausge-stellt, die gegen früher große Fortschritte bekundeten. Waren auch beieinigen derselben die Reinheit, Festigkeit und vegetabilische Leimung nichtganz untadelhaft, so konnten sie doch im Ganzen durchschnittlich den Lei-stungen der besseren kontinentalen Fabriken wohl zur Seite gestellt werden.Außerordentlich dünn waren die Seidcnpapiere, etwa nur 3 Pfund proRies Mediän; wenn dies die Maschine in regelmäßigem Betrieb zu leistenvermag, so ist es sehr anzuerkennen. Die Farben waren meist etwasmatt. Die Firma der Aussteller ist Gebrüder Vargounnin inPetersburg .

Die Ausstellung war nur von einer einzigen Dänischen Papier-fabrik, Drewsen und Söhne aus Silkeborg , beschickt, deren Probenjedoch, und zwar mit vollem Recht, die Aufmerksamkeit aller anwesendenTechniker dieses Faches in hohem Grade auf sich zogen. Dies galtweniger der eigentlichen Qualität der ausgestellten Schreib-, Post- undZeichncnpapierc, sondern der außerordentlichen Glätte desselben; es galtder so lange Jabre vergebens erstrebten Lösung des Problems, den end-losen Bogen so zu glätten, wie es für feine Papiere erforderlich ist. Dies