§. 67. Vergleichung der Papierpreise in den Hauptstaaten. 375
der That in steigendem Maaße stattfinde!, Es ist dies eine sehr erfreu-liche Erscheinung, wenn man berückstchtigt, daß noch vor 12 Jabrcn diebelgische Konkurrenz aus unsrem eignen Markte und trotz unsres Zollesvon 5 Rthlr, bedeutend überwog.
In Oesterreich waren die Papicrpreise stets höher als im Zoll-verein , sind aber in den letzten 4 Jahren noch ganz enorm gestiegen, undzwar nicht bloß etwa nominell, zur Ausgleichung gegen das Silbcragio,sondern in natürlicher Folge einer außerordentlich gesteigerten Nachfrage,womit das Steigen der Produktion nicht Schritt gehalten hat. Esherrscht gegenwärtig in Oesterreich ein förmlicher Papiermangcl Ohnein spezielle Verglcichungen einzugehen, wollen wir hier nur verschiedenePreisangaben kurrcnter Sorten folgen lassen, aus denen die Differenzmit den diesseitigen Preisen von selbst in die Augen fallen wird,
Postpapiere:
Gewicht
Preis
Ordinair Post, weiß
11 W,-Pfd,
5 Fl. 36 Kr, C.-M
- - -
13
7 - —
- -
Fein
10^ -
7 - —
- -
^ - -
142 '
8 - 24
- -
F Fein
13
8 - 24
- -
- - - -
13
8 - 24
- -
- - - -
162 -
11 - 12
- -
Ertrafein - -
142 -
11 - 12
Ordin. Post, bläulich
11
5 - 36
- -
Fein dito -
11
7 - 40
- -
- - -
13
9 - —
F, Fein dito -
ioz -
8 - 24
- - - azurblau
102 -
9 - —
- -
Ertradünn Post -
82 -
7 - 40
- -
Schreibpapiere:
Konzept.
1?2 Kr, per W -Pfd,
Kanzlei.
20 - -
-
Fein dito.
22 - -
-
Bericht.
252 - -
-
Fein dito.
30 - -
-
F, Fein dito , . . ,
36 - -
Reduzirt man diese Preise selbst nach den gegenwärtigen Kours-verbältnissen, aus Preußisches Kourant, so bleiben immer noch Differen-zen von 20 bis 30 Prozent des Werthes gegen die diesseitigen Preise derentsprechenden Sorten, Nun gestatteten allerdings die Zölle des altenOesterreichischen Tarifs trotzdem keine Einfuhr von irgend einer Bedeutung. Allein bei den Sätzen, die der vom 1, Februar 1852 ab inKraft getretene neue Tarif enthält, 7 Fl, per Zollcentner für weiße Pa-