Band 
Zweiter Theil.
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§. 77. Bunte und andere Papiere, Spielkarten rc.

Endlich sind die seinen Pappkästchen von Cerf und Nararra in Bor-veaur und von H. Verton in Paris , die mit reliesgravirtcn Platten ge-druckten Spielkarten von Anatolc Hulot in Paris und die Spielkartenvon I. M. Blaquiöre in Paris , sowie die der vorher erwähnten Eng-lischen gleiche transparcnteLcinwand zum Durchzeichnen vonF. C.Hussonin Paris zu erwähnen.

Von den im Deutschen Zollverein ausgestellten Fabrikaten die-ser Abtheilung gelangte man deshalb schwerer zu einem Gesammteindrucke,da die Ausstellung größtcntheils wesentlich hinter der von Frankreich undEngland zurückstand; die Papicrprobcn lagen säst durchgehends in Formder Musterbücher vor, und veranlaßten daher manchen Beschauer, derzufällig die Sorten, in welchen die betreffende Fabrik am glücklichstenarbeitet, beim Durchblättern nicht auffand, zu einem ungünstigeren Ur-theile, das namenrlich bei den Französischen Ausstellern durch den augen-blicklich zu gewinnenden Gesammtübcrblick nicht entstehen konnte.

Das reiche Sortiment von 3. C. G. Schreiber in Merscburg ander Saale hatte sich besonderer Beachtung zu crsreucn, bei einfarbigenund gemusterten bunten nnd Marmorpapicrcn trat Reinheit unv Lebhas-tigkeit der Farbe und deS Glanzes Vortheilhast vor die Augen, die Glacö-und Kreidepapiere waren den besten an die Seite zu setzen; die Tosen,Kästchen, Schachteln dieses Ausstellers von den einfachsten in verschiedenerAbstufung bis zu den elegantesten befriedigten ebenso durch gute Ausfüh-rung als billige Preise; gleiches war mit der großen Anzahl lithographi-scher und durch Prägung verzierter Arbeiten der Fall, diese bestandentheils in Etiquetten, Signaturen und Addrcssen, theils in Mustern vonRechnungen, Briefen und Wechseln, deren Ausführung in verschiedenenSprachen einen großen Absatzkrcis des Etablissements über die GrenzenDeutschlands hinaus vor Augen führte.

Bon Schäufselcn in Heilbronn waren neben seinen oben (S. 355)erwähnten Papieren geschmackvoll in durchbrochenen Mustern verzierteBriefpapiere vorhanden.

Gustav Bciel aus Stuttgart harte einfarbige und marmorirtePapiere ausgestellt, von denen namentlich die Farbe der ersteren vortheil-bast in die Augen fiel.

Die bedeutende Buntpapierfabrik von Alois Dessau er inAschaf-senburg, welche zuerst mit Erfolg den Französischen Buntpapieren imgrößeren Maßstabe Konkurenz aus dem Deutschen Markte machte, hattein ihren Musterbüchern eine sehr große Auswahl älterer und neuererMuster ausgestellt, darunter namentlich neue Muster in Marmorpapierenund schöne Gold - und gepreßte Papiere.

Die von Leo Hacnlc aus München ausgestellten glatten undgepreßten Gold - und Silberpapiere von außergewöhnlicher Länge, bis zu10 Fuß, fanden wegen ihrer tadellosen Ausführung besondere An-erkennung.