Band 
Zweiter Theil.
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410
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410 XVII. Klaffe. Papier , Buchdruck uud Buchbi'nbcrarbcitcu.

lich auch der auf mechauischcr Presse sehr gllt ausgeführte Holzschnittdruckfür Illustrationen (Gebr. Plan arbeiten mit 8 mechanischen und 20 Hand-pressen, I. Clane druckt das Werk I'ili5ti>ir« ckes INintre-, cke.-i taut«'!, ler,Veule.-, aus Schnellpressen), die schönen Lithographien ausgestellter Druckevon Barbat (Chalons-sur-Marick), sowie endlich die schönen Holz-schnittzcichnungcn für den Buchdruck von G. A. Cabasson und L.Dujardin.

Das von Gillot aus Paris mit dem Namen Paneiconographiebezeichnete Verfahren bezweckt das Umgekehrte von TupontS Litho-Ty-pographie, nämlich die Ucbertragung einer Lithographie aus eine Platte,lim von derselben in der Buchdruckerpresse Abzüge nehmen zu können;über das Wesen dieses in Frankreich und Belgien patentirtcn Verfahrenswurde ein näherer Nachweis vermißt; die ausgestellten Proben entsprachenzwar noch nicht allen Anforderungen des Schönheitssinnes, doch war ausdenselben wohl zu entnehmen, daß für manche Zwecke das Verfahren sichals zweckentsprechend herausstellen dürfte.

Die von Germain - Simicr auf der lithographischen Presseerzeugten Werthpapicrc, welche nach des Ausstellers Anführen alle Sicher-heit gegen Nachahmung gewähren sollen, waren hinter Glas aufgestelltund entzogen sich dadurch genauerer Prüfung. Der anscheinend auf che-mischem Wege hervorgebrachte Untergrund, mit welchem beide Seiten desPapiers bedeckt waren, hatte ein gewässertes Ansehen lind war recht gutausgeführt.

Endlich sind hier noch die außerordentlich effektvollen chromolitho-graphischen Drucke auf Ecidcnzcug für ähnliche Zwecke, wie gewöhnlichStickereien verwendet werden, von (5. V. M. Dvptcr (58 Ruc dc laHarpe, PariS ) zu erwähnen.

8- 84.

Deutsche Schriften, Stereotypplatten, Holzschnitte, Typen-,Stein-, Oelbilder und Neliefdrucke.

Deutschland, die Wiege der Buchdruckerkunst, war in London zwar durch sehr ancrkennenswcrthe Leistungen, aber bei weitem nicht inder Ausdehnung vertreten, als es erwünscht gewesen wäre, um zu be-zeichnen, welche Stellung dieser Gcwerbözweig in unserm Vatcrlandeeinnimmt, und in welchem Maaße Deutschland an dessen Ausbildunggearbeitet hat. Würde eine geschichtliche Suite zu letzterem Zwecke zwarzeigen, daß der Deutsche ErsindungSgeist zuweilen theils in Ausbildungder Buchstabcnformcn, theils in Benutzung technischer Hülfsmittel undMethoden von dem Auslande überholt und dadurch zu neuer Regsamkeit