Band 
Zweiter Theil.
Seite
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8- 100. Zeichnung!'» für Weberei und Druckerei, auch Patronen. 400

nöthig. DieFarben müssen erdig sein: sie tvcrden in gut verschlossenen eisernenbesähen ausgeglüht, dann sein gemahlen, mit Kandiszucker und Weizenstarke verdickt, und mit Salmiakgeist vermischt, um durch letzter» dieLebhaftigkeit der Farben zu erhöhen. Auch dies Verfahren hat wenigVerbreitung gewonnen, da cS kostspieliger und riskanter ist, gemalteoder bedruckte Stramine in größerer Menge vorrathig zu halten, wiePapiermuster.

Gegenwärtig wird die Stickmustcrsabrikation in Berlin durch 10 Ver-leger vertreten, ernährt gegen 800 Personen und bildet einen sehr acht-baren zur Verbreitung guten Geschmacks und Verschönerung der mensch-lichen Umgebung wirksam beitragenden Gewerbzweig dieser Hauptstadt.Der Absatz erstreckt sich außer dem Zollvcrcinögebiete selbst hauptsächlich»ach England, Nordamerika und Rußland und wird in seinem weiter»Vertrieb durch die mit Stickgarn, Kannevas und andern Stickniaterialienhandelnden .Detaillisten vermittelt. Als Mittel weiter» Fortschritts fürdiesen Zweig wird von den betreffenden Fabrikanten hauptsächlich derSchutz der Muster gegen Nachbildung in ähnlicher Weise, wie derselbein der Preußischen Rheinprovinz, Frankreich und England bereits ein-geführt ist, erbeten.

Von andern Städten, namentlich von Paris , welches die BerlinerEticknmster nicht selten nachbildet, waren solche Muster nicht ausgestellt.Doch erhielt der Musterzeichner Papwo rth zu London für daS reicheDessin eines Teppichs, welchen im Jahre 185,0 die Lady Majorcßbon London und < 50 andere Englische Damen unter der Leitung vonW. B. Simpson i» London gestickt und Ihrer Majestät der Königinüberreicht hatten, und welcher auf Allerhöchsten Befehl ausgestellt war,die ehrenvolle Erwähnung.

4 In Preußen gemäß des Gesetzes oom >1. Juni 1837 (Gesetzsamml. S. I l!!>)88. 21 und 2!>, welche nach der neueren Interpretation auch gegen die Nachbild»«"> Stirkmnster» ohne Genehmigung der Autoren angewendet werden.

I Bericht über die Allg. Deutsche Gcwcrbe-Anösiellnng von I8II. III. S. I7t>.

L. 100.

Zeichiiinige'ii (Dessins) für Weberei und Druckerei,auch Patronen.

Es ist bereits bei andern Gelegenheiten, namentlich in den Berichten überKlasse XIII. Seite 138, und Seite 488 darauf hingewiesen, wie wichtig^ für die VereinSländische Industrie sei, daß in allen Fabrikdistrikten,wo cS irgend zu ermöglichen, Dessinateur-Schulen eingerichtet werden"lochten; bei Betrachtung der sehr großen Anzahl von Zeichnungen nun,welche uns die Ausstellung bietet und welche fast alle Fächer der IndustrieUmfassen, finden wir uns veranlaßt, nochmals auf diesen Gegenstand

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