Band 
Zweiter Theil.
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8. 103. Bedruckte Baumwollwaarcn.

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gelangten Verbrauche entspricht. Wir machen auch hier die Wahrneh-mung, daß die Handdruckcrei, in England wenigstens, nahezu ausge-geben ist.

Die Druckerei ist in Deutschland eine der ältesten und fortgeschritten-sten Industriecn und es muß hier gründlich erhoben werden, wie sie sichheute zu der der übrigen Länder verhält.

Gedruckte Kattune hatten ausgestellt: Frankreich , England, Schott-land, die Schweiz, der Zollverein, Hamburg , Oesterreich, die VereinigtenStaaten von Nordamerika, Belgien, Portugal, Rußland, Sardinien unddie Türkei . Anhaltspunkte der Beurtheilung bilden hier einzig Geschmack,Zeichnung und Farbe, da der Preis von dem rohen Tuche in denverschiedenen Ländern nach den Zollvcrhältuisscn sehr verschieden sich stelltuns von ven für die Fabrikation mehr oder weniger günstigen Verhält-nissen. und ver Lage des Landes abhängig ist, welche bald den Fabrikantenzur Beschränkung aus den Verbrauch des Binnenlaudes veranlassen, baldeinen großartigen Welthandel begünstigen.

Die Einsendung von der Türkei war wohl nur darum merkwürdig,weil sie Maschinendruck erkennen ließ. Die Waare selbst war häßlichgenug, wer aber hätte gerade hier einen solchen Fortschritt vermuthensollen?

Das von Portugal und von Sardinien Eingesandte war derallgemein technischen Bildungsstufe ihrer Länder vollkommen entsprechend.

Rußland beurkundete deutlich die besonderen Anstrengungen, dieKattundruckcrci vorwärts zu bringen; manches war recht gelungen, dasGanze gegen andere sabrizircndc Länder noch weit zurück.

Am meisten getäuscht fanden sich die Erwartungen bei Belgien und den Vereinigten Staaten . Es läßt sich Rechenschaft davonkaum geben. Die Fabrikations-Vcrhältnisse der beiden Länder sind gänz-lich verschieden; andere Zweige sind dort sehr weit fortgeschritten unddoch legen sie in diesem eine unzweifelhafte Mittelmäßigkeit an den Tag.

I. B. Fehr und Comp. aus Hamburg , hatten einiges in Tücher-druck geliefert, das wegen des Preises und der schönen Appretur, diesie den seidenen Tüchern ähnlich macht, Beachtung in hohem Gradeverdient.

Oesterreich war von zwei Häusern vertreten, Franz Leiten ber-ger aus Cosmanos und Ed. Lcitcnberger aus Rcichstadt. Es mußtedie große Mannigfaltigkeit in Styl und Dessins allerdings imponiren;das Ganze aber konnte den Kenner wenig befriedigen.

Wie zu erwarten stand, hatte Frankreich eine sehr reiche Auswahlzur Schau gestellt, die sich ihrem Wesen nach in zwei Theile trennt, inDessins zu Kleidern und Dessins zu Möbeln. In letzterer Gattungwerden Schwartz und Huguenin von Mühlhausen und Japuisund Sohn in Elaye bei Paris schwer zu erreichende Spezialitäten blei-II. 33