tz. >03. Bedruckte Baumwollwaare». ,517
Schwefelsäure gesäuert und abermals gewaschen, wonach es fertig zumGebrauche ist.
Diese Vcrsahrungsart, nur unbedeutend verändert, wird auch zurBehandlung von rohen oder ungebleichten Geweben, von Warps,von Garn-Stränge», von Zwirn oder Garn lind der rohen noch unver-arbeiteten Faser angewandt.
Man wird finden, daß das so bebandcltc Gewebe sowohl in Längeals in Breite bedeutend eingeschrumpft ist. Es ist dicker geworden, in-dem die hervorgebrachte Wirkung ähnlich der des WalkenS bei Wollfabri-katcn ist. Auch wird man bemerken, daß das Zeug an Stärke gewon-nen, indem jeder einzelne Faden größere Kraft erfordert, ihn zu zerreißen.Es bat bedeutend an Fälligkeit gewonnen, Farben anzunehmen und zubehalten. Es wird auch viel schwerer geworden sein, wie man durchWiegen vor und nach der Behandlung leicht wird wahrnehmen können.
2 . Der Erfinder wendet auch Schwefelsäure zu 5° Tw. verdünntan, und in diesem Falle ist die Behandlungsart ganz dieselbe, als wennkaustische Soda oder Kali angewendet worden wäre, mit der Ausnahmedaß das letzte Säuren dadurch unnöthig wird.
3. Chlorzink mag in einer Stärke von 120 ° bis 125° Tw.unk in einer Temperatur von 160° Fahrenbcit angewendet werden.
Will man Zeuge aus Pflanzenfasern und thierischen Stoffen ge-mischt behandeln, so ist cS besser, die Kalilösung von 30 ° bis 40° Stärkenach Twaddcll anzuwenden, und zwar bei einer niedrigen Temperatur,damit die animalischen Stoffe nicht Schaden leiden."
Auffallend bleibt es immer, daß man sich dieser Erfindung in denDruckereien noch sehr wenig, beinahe gar nicht bedient. Resultate, wiedie gezeigten, pflegen doch sonst die Aufmcrksamkeit der Betheiligten aufsich zu ziehen lind nicht unbenutzt bei Seite gelegt zu werden. Die Zeitmuß die Erklärung dieses Räthsels bringen.
Die Schweiz hatte in den bunten Kattunen, Türkischroth aus-genommen, zwei Aussteller: die Herren Boret und Comp. undVaucher Du Pasquier, beide von Ncucnburg. Es war besondersbei letzterem viel Geschmackvolles vorhanden, allein etwas bemerkens-werthcs oder ein besonderer Fortschritt konnte nicht erhoben werden.
Der Wegfall der Zollbegünstigung bei der Einfuhr aus Ncucnburgin dcn Zollverein muß diese Industrie wohl sehr unsanft berührt haben.Die Einfuhr war übrigens schon in den letzten Jahren der Zollbegünsti-gung scbr im Abnebmen begriffen. Sie betrug
1845 1846 1847 1848.
Etr. 1187 884 1005 616
Jetzt soll sie, nach Aussage der dabei betheiligten Drucker beinaheganz ausgebört haben.