Band 
Zweiter Theil.
Seite
528
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528 XVIIk. Klasse. Farbe», Muster, Färberei-uub Druckerei.

Auch die Tuche und Buckskins von Elbeuf bekundeten den feinenFranzösischen Geschmack in Muster und Farbe; vorzüglich waren dieLeistungen der sehr bedeutenden Fabrik von T. Ehenneviöre, Elbrus ,Nr. 1559.

Die Fabrikanten P ature - Lupin, Seydour, Seibler undEomp. in Eoteau hatten aus ihrem Depot in Paris unter Nr. 1981echtgcfärbtc Barege, Wollmusseline, Meriuo'6 und andere wollene Som-merzeuge, neben ihnen Seiden- und Baumwvllfabrikaten ausgestellt,welche von Fr an eil Ion gefärbt waren; Letzterer erhielt für die vorzüg-liche Färberei dir PrciSmedaillc. Sodann hatte der Tuchfärber A. Ncis-siöre aus Puteaur bei Paris unter Nr. 720 gefärbte Stoffe ausMerinowolle ausgestellt. Diese Aussteller, deren Erzeugnisse schon obenTh. 0. Kl. Xkl. S. 74 undKl. XV. S. 298 erwähnt sind, zeichnetensich hinsichtlich der Französischen Woll - und Halbwollfärbcrei vor allenAndern aus.

Die Franzosen bewährten ihren Ruf des gute» Geschmacks durchrichtige Anwendung von Form und Farbe nach allen Seiten hin, dieAufstellung der Gegenstände selbst gab Zeugniß hiervon; cS ist allerdingsnicht zu verkennen, daß sie durch die oft wiederholten Pariser Ausstel-lungen eine große Erfahrung und Uebung erreicht haben.

Aus der Pyren irischen Halbinsel war Nichts eingesandt,was von einem besondern Standpunkt der Farbentechnik gezeugt hätte.

III. Die Farben der Tuche aus dem Deutschen Zollvereinstanden den Englischen und Französischen durchaus nicht nach, ja einzelneFarben waren vorzüglicher, und wir können als besonders schön anführen,das Kreideweiß von L. F. Haaö und Söhne in Burtscheid Nr. 408und die lebhaften Farben aus den Rheinischen und Schlesischen Fabriken.

Die Deutschen Tuche sind im Allgemeinen gut und echt in derWolle, mit Indigo angeblaut, gefärbt, die Stückfarbcn haben einenbewährten Ruf, und sind für den Amerikanischen, Indischen, Levantischen und Ehinesischen Markt i» siegreicher Konkurrenz mit den bestenEnglischen Erzeugnissen. In feineil wollfarbigcn Tuchen war unterNr. 4 70 von Leopold Schöller in Düren eine vorzügliche AuswahlFarben ausgestellt.

Auch die Tuche von Werden, Hükeswagen, Lennep und Aachen hatten recht gute Farben.

Unter Nr. 409 waren schwarze Tuche und Satins von Wagnerund Sohn in Aachen . Diese Fabrik beschäftigt sich ausschließlich mitschwarzen Farben, und hat dadurch einen großen Ruf erreicht.

Bon Schlesischen Tuchen war ein prächtiges Assortiment vonL. S. Förster in Grünbcrg unter Nr. 279; und in brillanten Farbe»waren die Görlitzer Tuche unter Nr. 209 voll Earl Samuel Geister,unter Nr. 205 von Gevers und Schmidt. Während die Tuchs»brikation und somit die dazu gehörige Färberei ziemlich vollständig vertrete»