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§. 128. Handschuhe.
Die Fabrikation von Lederhandschuhen beschäftigt in Frankreich wenigstens 28,000 Arbeiter, Männer und Frauen, und repräsentirt einenjährlichen Produktionswerth von ungefähr 36 Millionen Franken,
Davon wird allein zu Paris verfertigt für den Werth von
16,000,000 Fr,
Grcnoble betbeiligt sich an der Produktion mit einem Wertbe von
10,000,000 Fr,
Milbau, Niort , Ebaumont, Lunevillc, le Mons u, s, w, produciren
für.^. 10,000,000 Fr,
Im Jahre 1840 schätzte man diese Produktion auf 28 MillionenFranken,
Die Ausfuhr Frankreichs von Lederhandschuhen bat in den letzten25 Jahren einen erheblichen Aufschwung genommen.
Im Jahre 1827 betrug die Ausfuhr 137,915 Kilogramm; dasKilogramm mochte damals 40 Franken werth sein, Die 137,915 Ki-logramm vertraten also einen Werth von 5,516,000 Franken,
Im Jahre 1846 sind 247,800 Kilogramm, und 1847 244,718Kilogramm ausgeführt worden; aber gegenwärtig hat das Kilogramm dendreifachen Werth, und muß auf 110 bis 125 Franken geschätzt werden,nehmen wir als Mittelwerth 118 Franke», Die Ausfuhr erhöht sichdann auf 29 Millionen; das ist fünfmal mehr als im Jahre 1827, undjedes Jahr nehmen die Unternehmungen noch an Bedeutung zu.
Im Jahre 1848 sind trotz der Krisis, welche die revolutionairenBewegungen noch verschlimmert haben, über 235,000 Kilogramm ausFrankreich ausgeführt worden.
Nach England wurden 1848, ohne die Kontrebande, 97,250 Ki-logramm Französische Handschuhe eingeführt. Die feinen Französischen Handschuhe sind namentlich gesucht in Rußland, in Holland, in Deutsch-land, wie in der Türkei, in Brasilien und in Indien ,
Ueberall erfreut sich der Französische Handschuh eines Rufs undeiner Beliebtheit, welche gerechtfertigt werden durch seine Feinheit, dieEleganz und Genauigkeit des Zuschnitts, die Frische und die Reinheit derFarben,
Es sind von 1806 bis 1848 in diesem Gewerbszweige in Frank-reich 77 Erfindungspatente und 36 Patente auf Verbesserung, Vervoll-kommnung oder Einführung genommen worden; aber von diesen ver-schiedenen Erfindungen hat nur eine einzige ihrem Urheber eine verdienteBerühmtheit erworben, und besonders seit einigen Jahren dieser Industrieeinen beträchtlichen Aufschwung gegeben, nämlich der Zuschnitt auf mecha-nischem Wege vermittelst des Ausschlageiscns oder der Schablone, welchenwir Herrn Jouvin verdanken. Die so in der Arbeit eingeführte Verbes-serung, die Leichtigkeit, mit der man durch die Hülfe eines scharffinnigenNumeri» Systems sich Handschuhe machen lassen oder fertig kaufenkann, welche vollkommen passen, alle diese Vortheile haben den gewissen-