Band 
Zweiter Theil.
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XX. Klasse. Bekleibimgsgcgenstänbe.

haft ausgeführten Produkten des Herrn Jouvin einen Namen verschafft,der sich für den Fremden auf die ganze Französische Handschuhmachereiübertragen hat.

Vor 15 Jabren war übrigens daS Leder 40 Prz. wohlfeiler alsgegenwärtig; die Aufnahme des Ausschlagcisenö und der Schablone be-wirkte eine Erhöbung des LohneS der Zuschneider, und hat sich dagegender der Näherinnen vermindert in Folge der Anwcndumg der kleinenMechanik, welche ihre Arbeit regelmäßiger und leichter macht. ^)

Obenan ist inPariS Jouvin u. Doyon (Nr. 1279) als das berühm-teste Französische Haus in dieser Branche zu nennen, welches bei einem Ge-schäftsbetriebe von circa 1^ Million FrcS. jährlich 10,000 Dutzend PaarGlacehandschuhe fabrizirt: sie sind trotz des höher» Preises, die gesuchtesten.Ausgestellt war unter Anderm eine Mustcrkarte von Handschuhen in94 diversen Farben. Das Haus I ouvin W w e. zu Grcnoble und Paris (Nr. 893) genießt eines ähnliche» Rufes. Von demselben sind nebeneiner großen Zahl von Handschuhen in den verschiedensten Farben undGrößen auch eigenthümliche Werkzeuge ausgestellt, init Hülfe derer stattdes inübsamcn und ungleichmäßigen Zuschneidens durch die Scheere dieganze Fläche der Hand und der Finger, sowie das Loch für den Daumendurch einen Stempel aus einem zusammenhängenden Stücke herausge-schlagen wird. Durch eine fortlaufende Hauptnaht werden dann dieRänder vereinigt und später das für den Daumen auf gleiche Weise her-ausgeschlagene Stück eingesetzt. Da für jede Größennummer besondereStahlstcmpel von sehr bedeutender Fläche erforderlich sind, so ist diese Ein-richtung eine sehr kostbare, jedoch läßt sich mit ihr auch ein durchaus gleich-mäßiges Fabrikat leicht herstellen. Nächst diesen sind noch die drei Pariser Handschuhfabrikanten Chosson und Eomp. (Nr. 1150), Lecoq-Prcville (Nr. 1303), Houbigant-Cbardin (Nr. 1627) zu nen-nen, deren vortreffliche Leistungen prämiirt wurden.

Von Grcnoble aus hatte Brun (Nr. 37> eine der frühern ähnlicheMaschine zum Ausschlagcn des Handschuhlcdcrs nebst einer Reihe vonProben damit gearbeiteter Handschuhe in den verschiedenen Entwickelungs-stufen ausgestellt. Luncville war nicht vertreten. Von Niort (Departe-ment dcur Sevrcs), dem Hauptsitze der Fabrikation des sämischgaren Leders,backen zwei Fabrikanten, Lapdet und Eomp. tNr. 296) und Th.Terier zu». (Nr. 1033), gute Sorten von Handschuhen in Gems- undseinem Wildleder eingesendet.

Zu erwähnen bleibt noch Dänemark, von wo aus Randers sei-nen alten Ruf in Handschuhen von eigenthümlicher Farbe, so wie großerDehnbarkeit und Stärke, durch die Einsendung zweier Fabrikanten, Thom-son (Nr. 9) und C Matatt Söhne (Nr. 10), bewährt hat. LetzteresHaus hat nebenbei auch Herren - und Damenhandschuhc aus Rennthier-fell eingesendet, welche der Angabe nach von wohlthätigem Einflüsse aufdie Haut sind. Die eigenthümliche Bereitungsweise des Leders der Däni-