Band 
Zweiter Theil.
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XX. Klasse. Bekleibungsgegcnstände.

Stücken besteht, die »lit Sand und Pstanzenüberrestcn vermischt sind DieseUnreinheiten gehen nicht nur aus den Erdgruben hervor, in die derSaft abtröpfelte und gerann, sondern ihre Quantität und ihre Gegen-wart zwischen den Lagen der birnensörmigen Massen zeigt, daß sie haupt-sächlich dem Betrüge zugemessen werden müssen Das so erlangte Federharz kann nicht benutzt werden, ehe es vollständig gereinigt ist. Die Rei-nigung des Federbarzeö wird bewirkt, indem man die unreinen Stückedurch Cylinder bearbeitet, deren Zähne sich nach verschiedenen Richtungenund mit verschiedener Geschwindigkeit drehen und es einer Art von Kne-ten unterwerfen. Wenn die Gegenstände, welche das trockne Federharzverunreinigen, sehr fest anhängen, so werden diese dadurch fortgeschafft, daßes angefeuchtet wird. Wenn eine kleine Menge Wassers in diesen Appa-rat fließt, spülen sich die fremden Theile, die von der Maschine zermalmtsind, nach und nach fort, und die gereinigten Theile des Fcderharzes ver-binden sich mit einander. Nachdem die so gereinigten Massen von Federbarzeinem zweiten Kneten, welches trocken geschieht, unterworfen worden, sind siedurch die Hitze, welche man durch ihre starke und wiederholte Zusammen-drückung hervorbringt, weicher geworden. Bei dieser Behandlung wirddas Federbarz weicher, ohne flüssig geworden zu sein, und es bildet einegleichförmige Masse, die in rechtwinklige Blöcke zerschnitten wird. Diesethut man wieder in Formen, die dieselbe Gestalt haben. In diese werdensie ganz fest hereingedrückt, bis sie vollständig abgekühlt sind und derDruck sie von Löchern und LustbläSchcn befreit hat. Indem man sodanndiese Blöcke der Bearbeitung von Messern unterwirft, welche durch mecha-nische Kräfte sehr schnell bewegt und deren Schneiden fortwährend naßerhalten werden, schneidet man das Fcderharz in Platten von verschiede-ner Dicke, welche, weiter getheilt, die länglichen Würfel zum Ausreibenvon Bleistiftstrichcn bilden.

Die Verwendung des Federharzcs zum Ausrciben war in Englandlange Zeit, bis 1820, die einzige; im Orient verbrauchte man es auchdamals schon zu rohen Pantoffeln. Dieser begrenzte Gebrauch ließ dieAusdehnung seiner seitdem eingetretenen Verwendungen und die Vermeh-rung der Zwecke noch nicht ahnen, denen es sowohl in der Heilkunde als inindustrieller Hinsicht dienen sollte. In England erfand man die Kunst, eSin dünne Lagen auszudehnen, um wasserdichte Stosse hervorzu-bringen; in Frankreich die Kunst, es in seine Fäden zu theilen, umelastische Gewebe hervorzubringen; in Deutschland das Vulkani-seren. Den Herren M ackintosh und Hancock verdanken wir dieAnwendung des Federharzes zu den wasserdichten Geweben und Klei-dungsstücken, welche, durch die ganze Welt verbreitet, der Gesundheit un-bestreitbare Dienste geleistet und den Namen ihrer ErsiMer so bekanntgemacht haben.

Die Mackintosh-Röcke sind sehr bekannt. Sie bestehen entwe-der aus Zeugen, welche auf einer Seite mit Federharz brdeckt sind, oder