clvijVon dem Teutschland.Ser keyser Augustus enpfieng von den Teütschen zwen grosser schaden,vnd der gröst widerfür im von den Schwaben, die erschlugen im vnd demHertzogen oder hauptman Varo Quintilio drey legiones, wie vorhin in disem capitel auch angezeigt ist. Ser schad was vff der Römer seyten so groß,das sie nach dem krieg so sie vor zeiten von den Carthaginensern erlitten hetten/ kein grössern in genommen hand. Es schreibt Suetonius daß dise niderlag dem keyser Augusto also weether, das er zu Rom mit dem kopff widerdie wand lieff wie ein tobig mensch, vn̄ sprach auß grossem onmuͤt/ D Quintili Vare, stell mir wider zu die legiones. Es schreibt doch der Paterculus,das die Römer noch ein grossern schaden han erlitten von den Parthiern vnder dem Hertzogen Crasso . Etlich wöllen das die jetz gemelt nidlag der dreyen le gion sey bey Augspurg geschehen, aber so man die historien mit fleiß ansicht, findt man vß den vmbstenden, dassie bey der Elb in Nysen od Sa chsen geschehen ist. Item Tiberius hat in dreyen jaren funfflegiones bey den Teütschen verloren. Antonius der milt hat den Teütschen wee gethan, ist im aberauch wee dargegen geschehen, dann er lärt den Römischen schatz schier garauß wid die Teütschen. Ist mir auch ongezweifelt, die andern keyser so nachden jetz gemelten kom̄en seind, hand nit also gering die Teütschen gedempt,sie hand auch leiit daran muͤssen setzen.Wie die Teütschen ein leben gefurt hand vor vndettlich iar nach Christ geburt.WAnn die Teütschen vor zeiten wolten ein streit an heben, sungen sieVvorhin dem Herculi ein lobgesang mit lauter vn̄ onerschrockner stimm.Sann sie sprachen, das der Hercules were et wan bey inen im land ge-wesen. Sie hetten ein graß gesicht, gel har, gerade leyber, vnd waren von na-tur gaͤh im ersten antritt oder angriff, waren aber nit behaͤrrig noch mutig oderwillig in der arbeit. Sie mochten nit durst noch hitz leiden wie die Galliern,aber kelte mochten sie fast wol erzeugen. Sie hetten vor zeiten kein gold nochsilber im gebruch vnd wan inen oder jren fürsten erwan silber geschirt ward geschenckt/ wurden sie von inen nit anderst geacht dann yrdene gefeß. Nach demaber sie hand angefangen zu hantieren, kauffen vn̄ verkauffen, do ist bey inengold vn̄ silber wert worden vn in brauch kommen. Van hat lang zeit gemeint,Hr ertrich bring gar kein metaff, gold sylber oder ysen, darub auch die Teüt-schen vor langen zeiten hand nit vil schwerter gebraucht sunder lange stangendaran sie machten ein kurtz ysen. Seß gleichen die reiiterbrauchten en schilt vn̄ein speer/ aber die zufuͤß stritten/ behalffen sich fast mit bogenen. Sie giengen bloßin streyt/ oder legten ein kurtz gyppen an jren leyb. Sie pflegten gar keines geschmucks oder gezierd/ dan das sie jre schilt mit hübschen farben vnderschie-den. Wenig waren im gantzen hauffen, die sich mit pantzer vnd ysen huͤten,verwarten. Vn̄ so einer im den schilt im kriegließ nem̄en/ ward daß im zū einergrossenschand gemessen. Wan ließ ein solchen nit mere zuͤ dem abgöttischendienst/ oder auch zu der gemein kommen, wann etwas eerlichs vnnd redlicheward gehandlet. Sarumb wurden auch vil gefunden, die sich selbst erhenckten/ damit sie diser schmach überhaben weren. Sie edlesten so vnder inen waren/wur-
Fol. 3.serentschon getrissen