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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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CXCIII
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Von dem Teütsch land.exciijWylin SchwabenWinßheimWimpffenWyssenburgZürich .WormßVnder Tissen reychstetten seind etlich die für sich selbs herschen, aber doch thuͤnwas sie dem reychschuldig seind, als nemlich die in der Eidtgnoschafft gelegenseind, es seind auch etliche den keysern versetzt/ oder sunst de reych entzuckt.schünnernSann vmb dasjar Christi 130. versetzt künig Wilhelm von Holand demGrauen von Gelern die statt Nümagen vmb ein vn̄ zwentzig tausent marckLusters silbers. Sarnach hat künig Kuprecht Pfaltzgraue, Oppenheim , In­ gelheim vnd keysers Lutern seynem sun Ludwigen Pfaltzgrauen vnd sein erben verschriben anno Christi 1402. vmb hundert tausent gulden. Aber die andern sprechen es sey also zügangen. Nach dem Carolus her vierd an das key-serthum kam, hett er gern seynen sun Wentzeslaum promouirt, daß er nach imkayser würd/ darumb verhieß er den Churfursten gros gut daß sie in weleten/ vn̄wie Eneas Syluius in Bohemia schreibt, verhieß er einem ietliche Chůrfiir Das keyserthůsten hundert tausent gulden, vnd gab inen zu pfand die grossen zöll des reichs wirt verkaufftso an dem Rheinligen. Sann erhett nit so vil bargelts, daß er sie alle mochtvernuͤgen. Sem Pfaltzgrauen wurden die vorgemelten stett für sein theil zuvnderpfand. Sisser Carlen hat dem Römischen reych garwee gethan. San̄was erim keyserthum van gut mocht vffbringen, das furt er hinyn in Behem,daß er das selbige künigrich, das erblich was/ reich maͤchte. Vnd als nach imsein sun Wentzeslaus an das Römisch reych kam, vnd dem 22. jat vorstund,ternzu Mestenschwechert er es erst noch mere. Er nam gelt von dem herren zu Oeiland, derdes reychs amptman was in Lamparten/ vnd macht in zu einem Hertzogenüber Heiland, das des reychs best theil was in welschen land. Er gab auch hin-weg vil andere stett, die dem reych zugehorten, wie vor im auch gethan hattkayser Ludwig der Baier , der die stet in Italia volgelts wegen frey macht vondem Römischen reych. Soch sagen etliche/ keyser Rudolph hab das gethan,Adler Amptsdaß ich nun hie anston, man weißt mere dan güt ist, wie der Römisch ad der Roͤmischder beropffet ist. Es ward auch künig Wentzel seines schädlichen regiments adler beropfthalb das er im Römischen reych furt, von den Churfürste entsetzt, die zu samVentz. einsetzenmen kamen an dem Rhein gegen Brübach über in Trierer Bisthum, do wardein richtstul erhebt anno Christi 1400.am zwentzigsten tag des monats Augu-sti/ vnd mit wissen vnd willen des bapsts der Churfursten, vnd anderfürsten,Grauen vn̄ herren ward Wentzeslaus beraubt keyserlicher würde, ward auchoffentliche außgeschriben in das gantz Römisch reych daß in furthin niemandsolt han für ein künig oder keyser. Sie wort jres außschribens lüten also. WirDoctorenJohannes ertzbisch off zu Mentz, des heyligen Römischereichs durch Teutschland ertzcantzler/ in namen vnd von wegen der vorgenanten Herren vnnd mitChurfursten des Heyligen Römischen reichs vnd auch vnsers selbst, vmb willen vil grosser gebresten vnd sachen die vns bewegen, thuͤn ab vnnd setzen abmit dissem vnserm vrteil den vorgenanten hern Wentzeslaum als ein onnui-tzen/versaumlichen vn̄ onachtbarn des heyligen Römischen reichs/ von demselbigen Römischen reych vnd von aller der würde, eeren vnd herlichkeit darzu gehörend vnd verkünden darumb allen fürsten vnd Herren/ rittern vndknechten, stetten/ landen vn̄ leiiten des heyligen reychs, daß sie im furbaß je eydevndA