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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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sehr ist sonst zu geb.ActumDas dritt buchexciijvnd hülde, die sie des vorgenanten Wentzeslaus personen als von des heyli-gen reychs wegen gethan haben, zu mal vnd gentzlichen ledig seind, vn̄ ermanen vnnd ersuchen sie auch über die eid do mit sie dem heyligen reych verbun-den seind/ daß sie dem vorgenanten herren Wentzeslao fürbasser als eim Ro-mischen künig nit mere gehorsam noch wartend seind in kein weiß noch in keinrecht/ dienst/ giilt/ güt oder ander gefell wie man die nnnen mag/ als ein Roͤmischen könig geben/ thun oder volgen lassen, sunder daß sie diebehalten sijrden der von gots gnaden zu eim nützlichen vnd bequemlichen Römischen kinig gekorn wirt. Ich laß hie faren wie er fürhin so offt vnd mit grossem fleißnous faiterbetten, ermant vn ersucht ist worden von den Chürfursten, daß er sich seineonzimlichen lebens abthet etc. Vnd do mit ich widerumb komme vff die ord-nungen die im keyserthum seind gemacht worden, soltu wissen, daß keyser Ludwig der Baier do er vff ein zeyt zu Franckfurt ein reychs tag hielt, macht er doein satzung mit sampt den andern fursten, daß ein keyser so er von dem grös-sern oder Bessern theil der Chürfursten erwelet wirt, soll auß krafft? ter wal ge-walt haben zu regieren/ vn̄ mſß nit& en hapst fragen(wie vorhin geschah) obbst einsezet des gwe-es im gefall oder nit. Sann daß ist nit kommen außgötlichen recht oder auch außalter ordnung Ter vetter, sunder die bäpst haben sich selbso hin gedrungen,vn̄ seind auch zum theil do hun gefürt worden durch etlicher schmeichler liebko-sen. Soch wann einer erwölt wirt soll man das dem hapst ansagen, daß ter er-welt ein Christlich vnd gerechter fürst sey, wyrdig des keyserthumbs, vnd vffdas soll er gebetten werden vmb die krönung. Vnd so die dem erwelten keyserKrønung derwürd abgeschlagen on mercklich vn̄ offenbarlich visach/ mag der erwelt key-kayser.ser die krönung empfahen vo einem ietlichenChristlichen bischoff. Sann disse herlichkeitenG.J.G.H.Psind von der Römischen kirchen in gesetztR.ODH.17/6-28/vnd vffgericht worden. Welcher bapst hatDruckdie keyser zu Constantinopel gewycht vii ge-krönt? Welcher bapst hat die Christlichen kayser die vordem grossen keyser Carlen in Italia seind gewesen, gewycht? keiner. Wer hat die heidnischen keyser die vor dem keyser Costantino seind gewe-sen/ gewycht: Niemand. Nun seind sie ie als wol ia auch mechtiger keyser ge-wesen dan die, die der bapst hat gekrönt. Es hat auch keyser Catlen der vierdevil ordnungen im Römischen reych gemacht, vnd besunder hat er geordnet,Kayserlich sitz wan der keyser in seyner maiestat sitzt, soll der Ertzbischoff von Trier , Cantzvnder de cher lec in Ga la vor des keysers angesichtsitzen/ vnd der Ertzbisch off vondentz/Cantzler des Teütschen lands zu der rechten seyten, aber der Ertzbischoff vonfürsten.Cöln, Cantzler in Italia, soll sitzen zu seyner lincken seyten. Ser künig vonBehem zu der gerechten des Ertzbischoffs, vnnd neben im der Pfaltzgraue.Item der Hertzog von Sachsen zu der lincken des Ertzbischoffs, vnd nebenim der Marggraue von Brandenburg . Vn̄ wan̄ man offentliche processionthüt sollen sie auch disse ordnung halten. Sann der Bischoff von Trier ghat demkayser vor, vn̄ die andern zwen bischoff neben im zu beiden seytten, aber der klinig von Behenghat im gleich nach. Vn̄ wan̄ man die keyserliche zeichen tregt,so ghat der Hertzog von Sachsen mit dem schwert gleich vor dem keyser, dasqui

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