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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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cxxxiVon dem Teutschland.fol 176künig Ludwig widerumb den lendern mit Hissen worten. Ludouicus dei gra-tia Romanorum rey semper Augustus, prudentibus viris in Vnderwalden,Vriet in Schweytz, fidelibus et dilectis gratiam suam et omne bonum, etc. Viri Die drey len-constantissimi aduersariorum cominationibus ne sinatis animos uestros ali- der des rey-qualiter demulceri. Vnd ermanet die selbige, daß sie als trewe des Reichs vn̄ chs verwan-seine vnderthanen vnd verwanten an im vnd dem reicͤs stanthafft bleiben wol ten.ten. Er hett auch gebotten allen des reichs ampleuten vnd vögten, daß sie diegedachten von Schweytz, Vri vnd Vnderwalden beschirmen solten.In Lissem jarschedigten die von Schweyz, Vri vnd Onderwalden einstheils vnd des hertzogen von Oesterich voͤgt vn helffer andertheils ein ander.Sie von Schweytz waren mit fyenden vmbgeben, nemlich mit denen von Gla-dais/ graue Wernhern von Homburg herren zu alten Kapperßwyl /graue Rudolphen von Habßpurg herren zu der neuwen Rapperswyl, von dem aptzu den Einsidlen, so deren von Schweyz alter fyend was, von denen vo zu gvnd Lucern, so vff den beiden seen heraußwertz ligen. Sie von Schweitz fie-len in dissem jarghen einsidlen in das closter, fiengen vier doster herren so all Einsidlͤe wirtilberfallen.freyherren waren, auch ettlich andere furten sie ghen Schweytz.Hertzog Lüpold bewarb sich all enthalb bey den grauen, freyherren vndandern(so im nit vnderthon) daß sie im hulfflich weren wider die Sch weitz.Also bracht er zu helffern an sich graue Hartman vn graue Eberharden vonkyburg herren zu Thůn vnnd Burgdorff vnd kastuögt zu Hinderlappen/ Hinderappen,des halb ir regierung gieng biß an den Bruneck ghen Onderwalden, vff daßanterlaeus.hertzog Lüpold die straß verlegte, do mit denen von Vnderwalden über denBruneck nichts moͤcht zū kommenAls summer vnnꝺ winter zwischendissen partheyen kein rüw nach frid was vnd künig Ludwig zu Nünchen lagschub er abermals vff den xxiiij. tag Nouembris denen von Schweytz also.Ludouicus dei gratia Romanorum rex semper Augustus dilectis filijs suisofficiato concilio/ ciuibus et uniuersis hominibus in Schwitz gratiam suam etomne bonum, etc. Ermant abermals daß sie an im vnnd hem reych stand-hafft wölten bleiben, im were onuerborgen die gros müh, arbeit vnd geferlichkeit, so sie bißher vmb sein vnd des reychs wegen erlitten gegen seinen vnd denreychs fyenden. Er were des furnemens vff den früling so bald er mocht, beyseinen vnd des reychs vnderthanen vmb ein gewaltigen zeuig sich zu bewerben,do mit er sie, die vöSchweytz vnd andere jre helffer auß vilfaltiger geferlich-keit/ muͤh vnd arbeit erledigen mochte.Anno m. ccc. xv.Ans bald der schnee abgieng vn man die strassen brauchen mocht, griffenNabermals die gemelten partheyen einander an/ raubten vnd schedigtenVmb aller heyligen tag sam-zuͤ beiden seiten so fast sie mochten.ler hertzog Lüpold von Oesterich ein grossen zeüg im Thurgów, Ergöw,El-saß vnd Schwaben, darzu manet er die grauen, herren vnd stett seine Helffer,vnd bracht zusammen zu roß vnd fuß xx. tausent man, zog zu beiden seiten denSürichersee vn allenthalben heruff gegen den von Schweytz. Vn̄ alser kamghenO ij