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I. Band.
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Die Zeiten vor der Gründung der Stadt Bern.

I. Kapitel.

Die ältesten Zeiten.

Unter dem 40neu Grade nördlicher Breite und dem 26stcn östlicherLänge, auf einer Halbinsel an dem Ufer der Aare, im Angesichte der hohenGebirge, welche die unzerstörbaren Marken zwischen deutscher, fränkischerund italischer Mundart und Sitte bilden, liegt die Stadt Bern, dieWiege und der Hauptsitz jenes Freistaats, dessen schönes und kräftigesvft beurtheiltes aber selten geprüftes und gewürdigtes Leben wir in diesenBüchern zu schildern haben werden. Die Lage von Bern ist hoch, dieLustbeschaffenhcit der Umgegend rauh, und von heftigen, schnelle undschroffe Abwechslungen hervorbringenden Windzügen durchstrichen, undin der Eigenthümlichkeit ihrer Bewohner möchten vielleicht von allen die-sen Eigenschaften Spuren nachgewiesen werden. Allein eben so wenig'Ü in ihrem Aeußern eine gewisse edle Haltung zu verkennen, die derVater großartiger Sinn auch auf die Enkel vererbt hat. BesonnenerErnst der Mehrzahl, tiefe Weisheit einzelner Vorzüglicher sollten hierwährend Jahrhunderten ungewöhnlicher Kraft eine höchst merkwürdigeRichtung geben, bis eine alles umgestaltende Zeit und das Vergessender Grundsätze, denen die Vorfahren ihre Größe verdankt, den vonEen irdischen Erscheinungen nicht zu trennenden Verfall beförderten.

Die gründlichsten Geschichtsforscher sind nach mancherlei Wider-sprüchen darin übereingekommen, daß man annehmen müsse, die älte-sten Bewohner derjenigen Gegenden, welche nachmals das Gebiet deseidgenössischen Freistaats Bern ausgemacht haben, seien, so wie die Be-völkerung des ganzen Helveticas, Gallischen oder Keltischen Stammes ge-

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