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I. Band.
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denen, die sie mitmachten, mildere Lebensansichten beizubringen. DieGeschichtsschreiber der Zeit nennen hingegen nur wenige burgundischeGroße unter den Kämpfern am heiligen Grabe. Dem Rufe Peters desEinsiedlers folgten Arnold, Graf von Brienz, Hartmann, ein Graf inAllemannicn, wahrscheinlich von Kyburg, und Ulrich, Bischof in Chur.Auch Reinold II. von Burgund starb im heiligen Lande. Im zwölftenJahrhunderte nahm sich Bischof Ortlieb von Basel der Sache mit großemEifer an, und Kuno von Buchsee hatte dreimal die heiligen Stättenbesucht. Auf den deutschen Turnieren, welche man wegen ihren strengenGesetzen als eine vorzügliche Sittenschule für den deutschen Adel ansah,ließ sich der burgundische Adel nur selten blicken, und es fanden in dieserGegend selbst nur äußerst wenige solche Waffenspiele statt. Herzog Welsvon Baiern, welchem Kaiser Konrad III. die Schirmvogtei über Zürichvertraut hatte, soll indessen, wenn die Nachrichten, deren Aechtheit sedochnicht unbestritten ist, nicht täuschen, im Jahre 1165 ein glänzendesTurnier veranstaltet haben, welches drei volle Tage dauerte. HerzogWels zeigte sich auf demselben in außerordentlichem Glänze, 78 gekrönteHelme waren ihm gefolgt. Die Grafen von Kyburg, Habsburg, Wer-denberg, Franenfeld, Baden, Toggenburg, Fahrwangen, Winterthur u.s. w. nahmen an dem Ritterspiele Theil. Unter den Namen der Frei-herren und Ritter, die daselbst kämpften, findet man die Hallwyl, Bon-stetten, Andlau, Landenbcrg, Rheinach, Bärenfels, Erlach, Schönau,Waldner und Luternau. 14 Fürsten, 91 Grafen, 84 Freiherren,133 Ritter und bei 300 Edelleute, von denen 124 auf eigene Kosten,die übrigen im Gefolge ihrer Lehensherren erschienen, waren in ZürichsMauern versammelt. Aus der Waadt kam nur Bernhard von Grandson,einer der Marschälle des Turniers. Unter den 12 Edelfrauen, welchedie Preise austheilten, waren Elisabeth von Hallwyl, geb. v. Ellerbach,und Agnes von Entlibuch, geb. v. Landenbcrg. Christoph von Erlachsaß unter den Kampfrichtern. Die Pracht der vor den Thoren errichtetenGezelte, der Glanz der Waffen und Kleider, die kostbaren Ausrüstungender Pferde, die große Mannigfaltigkeit der Banner, Sinnbilder undWahlsprüche, die Schönheit der Frauen und der blendende Anblick desGanzen sollen auf die Zeitgenossen einen schwer zu schildernden Eindruckgemacht haben, dessen Andenken sich auf späte Enkel vererbte. Alleinvon diesem glänzenden Lichte mögen wohl nur dürftige Strahlen in diefinstern Burgen Uechtlands gedrungen sein *).

Dieses waren die Verhältnisse, unter denen die von Berchtold V-gegründete neue Stadt Bern ihr kräftiges Leben begann.

*) Ltr. Ilolvet. ^nncc 1791.