heißen Kuno von Eigenstorf und der Räthe: Arnold von Ried, Frieso,Rudolf von Krauchthal, Werner von Konolfingen, Peter von Eigenstorf,des Schultheißen Sohn, und Johann, seines Bruders, Heinrich vonWabern, Heinrich Büwlin, Konrad von Scheunen, Ulrich von Watten-wyl, Berchtold Fischer und Walther von Gysenftein *). Beseitigung derGeschäfte mit solcher Gewandtheit und Würde, erwarb der Stadt Bernmit jedem Tage mehr Ansehen, und in eben dem Maße, als dieses An-sehen stieg, vermehrte sich die Zahl der Einwanderer aus allen Ständenund mit ihr Bern's Macht und Gewalt.
Um das Jahr 1230 scheinen die Bcrner in eine ziemlich langwierigeund heftige Fehde mit den Grasen von Kyburg verwickelt worden zu sein,welche der von Justinger und den spätern Geschichtsschreibern aufbewahrtenSage zufolge wegen einer Brücke entstanden sein soll, welche die Berneran dem untern Theile ihrer Stadt zur Erleichterung ihrer Verbindungmit Aargan und Oberland über die Aare schlagen wollten. Als sie mitder Brücke bis mitten in den Strom gelangt waren, so lautet jene Er-zählung, habe der Graf von Kyburg sich dem ferneren Baue widersetzt,unter dem Vorwande, seine Botmäßigkeit erstrecke sich bis dahin, unddas komme ihnen nicht zu, sie zu überschreiten. Um sich aus dieser Ver-legenheit zu helfen, hätten die Berner auf dem jenseitigen Ufer einenBanmgarten angekauft, und nunmehr versucht, mit dem Baue fortzufah-ren; allein der Graf hätte sich, da ihnen dieser Kauf wohl das nutzbareEigenthum, nicht aber die Oberlehensherrlichkeit auf diesem Stücke Lan-des zusicherte, nicht zufrieden gegeben, sondern vielmehr dringend denbenachbarten Uechtländischen Adel um Hülfe gegen die Anmaßungen deraufstrebenden Reichsstadt gebeten. Darauf haben die Berner mit ihremBaue inne gehalten, und bei Kaiser und Reich Unterstützung gesucht.Als diese indessen wegen anderer wichtigerer Geschäfte nicht geleistet werdenkonnte, habe man sich an Savoyen gewendet, durch dessen Vermittlungdie Berner endlich nach verschiedenen Versuchen zu ihrer Brücke gelangtseien. Daß um diese Zeit Krieg mit dem Hause Kybnrg geführt wordensei, ist keineswegs unmöglich. Daß aber dieser Krieg auf jeden Fallohne Einmischung des Grafen von Savoyen beendigt ward, scheint aus demZusammentreffen vieler Umstände über alle Zweifel erhoben **). Vielmehr
H Urk. vom 3. Scpt. 1226. Soloth. Wochenbl. Jahrg. 1828. S. 138.
**) Fast Jedermann kennt die Erzählung von den zwei Zusammenkünftenzu Völligen, wo der Graf von Kyburg auf der ersten den Grafen vonSavoyen mit großem Ucbermuth empfangen, auf der zweiten hingegenbei'm Anblick des großen Gefolges desselben, ihm mehr Achtung bezeugthaben solle. Die gleichzeitige Geschichte des Hauses Savoyen giebt unswohl am Besten Aufschluß erwähnt dieser Begebenheit mit